Zu billige Fleischpreise sind nicht gut für die Umwelt. Foto: Bernd Thissen
Zu billige Fleischpreise sind nicht gut für die Umwelt. Foto: Bernd Thissen

Zu billige Fleischpreise sind nicht gut für die Umwelt. Foto: Bernd Thissen

dpa

Zu billige Fleischpreise sind nicht gut für die Umwelt. Foto: Bernd Thissen

Berlin (dpa) - Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied glaubt, dass Tierschutz in der Landwirtschaft nur für wenige Verbraucher ein entscheidendes Kaufkriterium ist.

Den meisten Konsumenten komme es darauf an, «dass ihnen das Fleisch schmeckt, dass es also zart, saftig und bezahlbar ist», sagte Rukwied eine Woche vor Eröffnung der Agrar- und Verbrauchermesse Grüne Woche in Berlin der «Süddeutschen Zeitung». «Allenfalls ein kleiner Teil der Konsumenten ist laut zahlreichen einschlägigen Studien dafür empfänglich, wenn mit einem besonders hohen Tierschutz geworben wird. Und auch nur dieser kleine Teil ist bereit, dafür mehr Geld auszugeben.»

Rukwied hält die vor allem von Umwelt- und Tierschützern geäußerte Kritik an den gegenwärtigen Haltungsformen in der Landwirtschaft für übertrieben. «Kein Bauer will, dass seine Tiere leiden. Erst recht kann man nicht sagen, dass große Ställe generell schlechter sind als kleine.» Der Bauernverband motiviere seine Mitglieder dazu, ihre Ställe zu öffnen, damit Besucher sehen könnten, wie Landwirtschaft heute betrieben werde. «Wir haben nichts zu verbergen». Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hatte am Donnerstag eine Abkehr von der massenhaften Fleischproduktion in der Landwirtschaft gefordert.

Leserkommentare (4)


() Registrierte Nutzer