Eine aus dem Jahr 2013 stammende E-Mail von Weidel an einen Vertrauten soll laut "Welt am Sonntag" rassistische Bemerkungen und Demokratie verachtende Thesen enthalten. Die AfD wiederum witterte hinter den Berichten eine "Kampagne".

Alice Weidel
Alice Weidel, AfD-Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl 2017, bestreitet eine Mail mit rechtsextremen Gedankengut geschrieben zu haben.

Alice Weidel, AfD-Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl 2017, bestreitet eine Mail mit rechtsextremen Gedankengut geschrieben zu haben.

Sebastian Gollnow

Alice Weidel, AfD-Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl 2017, bestreitet eine Mail mit rechtsextremen Gedankengut geschrieben zu haben.

Berlin. Zwei Wochen vor der Bundestagswahl ist die AfD erneut wegen der mutmaßlichen Haltung ihres Spitzenpersonals zu rechtsextremem Gedankengut in die Defensive geraten. Die AfD wiederum witterte hinter Berichten über eine angebliche rassistische Mail von Spitzenkandidatin Alice Weidel eine "Kampagne". Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) vertritt derweil die Ansicht, dass das Wahlprogramm der AfD in mehreren Punkten gegen das Grundgesetz verstoße.

Eine aus dem Jahr 2013 stammende E-Mail von Weidel an einen Vertrauten soll laut "Welt am Sonntag" rassistische Bemerkungen und Demokratie verachtende Thesen enthalten. In einem Wahlchat mit Lesern der "Welt" wies Weidel die Vorwürfe als "plumpe Kampagne" zurück. Auf die Frage, ob sie eidesstattlich versichern würde, dass die Mail nicht von ihr stamme, antwortete sie: "Das werden Sie sehen, was wir tun werden."