Martin Schulz (SPD) beglückt derzeit seine Partei und verärgert seine Gegner.
Martin Schulz (SPD) beglückt derzeit seine Partei und verärgert seine Gegner.

Martin Schulz (SPD) beglückt derzeit seine Partei und verärgert seine Gegner.

Markus Scholz

Martin Schulz (SPD) beglückt derzeit seine Partei und verärgert seine Gegner.

Düsseldorf. Der sogenannte "Schulz-Effekt" sorgt bei der SPD seit Wochen für gute Umfragewerte, die Werte der AfD sind dagegen in letzter Zeit nicht mehr ganz so gut. Anlass für die Alternative für Deutschland, diesen politischen Gegner nicht nur auf Facebook als "Fakenews auf zwei Beinen" zu bezeichnen, sondern ihn auch mit Photoshop zu seinem Nachteil zu verändern.

Das Social-Media-Team der AfD verpasste Martin Schulz einen engeren Mund und eine spitzere sowie längere Nase. Dazu schrieb die AfD in ihrem Post,  dass Schulz in einer Wahlkampfveranstaltung am 4. März in Würzburg sein Publikum zu einem Sprechchor aufgerufen habe. In der Tat hatte er damals übermütig „Fangt doch mal an 'Martin, Martin' zu rufen“ gesagt.

Die Verunstaltung von politischen Gegner ist sicher eine zweifelhafte Methode im Wahlkampf, erschreckend ist in diesem fall auch die Nähe zu Methoden der NSDAP, die auf ihren damaligen Plakaten häufig Juden in stereotyper Form, mit einer langen, spitzen Nase darstellte.

Der israelische Satiriker Shahak Shapira hat auf Facebook auf den Post der AfD reagiert und AfD-Politiker dann seinerseits bei Photoshop verändert.

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