3,5 Millionen Deutsche leben mit einem Menschen zusammen, den sie im Internet kennengelernt haben.

Vom Internet-Kontakt ins richtige Leben.
Vom Internet-Kontakt ins richtige Leben.

Vom Internet-Kontakt ins richtige Leben.

Ein paar Mausklicks – und schon ist ein Kontakt hergestellt, zu dem es in der wirklichen Welt so nie gekommen wäre.

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Vom Internet-Kontakt ins richtige Leben.

Düsseldorf. Den Partner über das Internet kennenzulernen – das wird immer mehr zur Normalität. Jeder vierte Internetnutzer hat schon einmal Erfahrungen mit dem „Online-Dating“ gemacht, bei den Unter-30-Jährigen ist es sogar jeder zweite. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekom und neue Medien (Bitkom). Jeder achte hat sich danach bereits mit jemandem zum Rendezvous verabredet, den er übers Netz kennenlernte. Sieben Prozent der Befragten lernten sogar ihren jetzigen Lebenspartner im Internet kennen.

Dreimonats-Mitgliedschaft kostet bis zu 180 Euro

Jost Schwaner, Chef der Partnerbörse Elitepartner, sagt: „Zurzeit leben mehr als 3,5 Millionen Deutsche mit einem Partner zusammen, den sie per Mausklick kennengelernt haben.“ Sein Argument für das Geschäftsmodell der Branche: „Wer hat Zeit und Lust, ständig in der Bar oder im Supermarkt Ausschau zu halten – in der Hoffnung, zufällig dem Traumpartner zu begegnen?“ Das Internet biete eine große Auswahl an Singles auf der Suche nach dem Glück zu zweit.

Doch ganz reibungslos läuft die Sache längst nicht in jedem Fall ab. Die Stiftung Warentest hat Online-Partnervermittler getestet. Dabei kann eine dreimonatige Mitgliedschaft durchaus 180 Euro kosten. Einige Anbieter gingen eher lax mit den Daten der Kunden um, ließen sich ein weitgehendes Recht daran einräumen. Wie überall im Leben trifft man auch hier auf Menschen, denen es um den eigenen Vorteil geht (Kasten).

Die Stiftung Warentest warnt vor Betrügern, die Leichtgläubigen das Geld aus der Tasche ziehen. Sie gaukeln vor, der langgesuchte Traumpartner zu sein. Um sich treffen zu können, müsse aber erst mal Geld für ein Zug- oder Flugticket überwiesen werden.

 

Auch gebe es immer wieder Versuche, den Interessenten auf Internetseiten mit kostspieligen Angeboten oder auf Kontaktversuche mit teuren Telefonnummern zu lenken.

 

Die Experten raten, bei der Online-Partnersuche dem Gegenüber viele Fragen zu stellen, abzuklopfen, was einem wichtig ist, um Entäuschungen zu vermeiden.

 

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