Bildungsschecks sollten den Fachkräftemangel bekämpfen. Förderung wird gestoppt, 2015 gibt es weniger Mittel.

VHS, Monika Biskaping
Monika Biskoping von der Bergischen Volkshochschule.

Monika Biskoping von der Bergischen Volkshochschule.

Fischer, A. (f22)

Monika Biskoping von der Bergischen Volkshochschule.

Düsseldorf/Wuppertal. Arbeitnehmer, die sich eine Weiterbildung mit dem Bildungsscheck NRW finanzieren möchten, haben nur noch eine Woche Zeit, diesen zu beantragen. Das Arbeitsministerium hat das Förderprogramm vorzeitig gestoppt.

Die vorgesehene Fördersumme aus dem Europäischen Sozialfonds von 25 Millionen Euro, die von September 2013 bis Mitte 2015 reichen sollte, ist bereits jetzt verbraucht. Auch die zusätzlichen drei Millionen, die das Land hinzu gab, sind weg. Das sei nicht absehbar gewesen, heißt es aus dem Ministerium.

Im vorigen Jahr wurde die Förderung sogar noch erhöht

Die Möglichkeit für Arbeitnehmer und Unternehmen Bildungsschecks für Weiterbildungen zu beantragen gibt es in NRW bereits seit dem Jahr 2006. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken hat das Arbeitsministerium 2013 den Zugang erleichtert und die maximale Fördersumme sogar von 500 auf 2000 Euro angehoben. Daraufhin folgte ein Ansturm auf Beratungsstellen wie VHS und IHK, die die Schecks ausstellen.

Monika Biskoping von der Bergischen Volkshochschule sagt dazu: „Unsere Mitarbeiter beraten pausenlos.“ 71.000 Bildungsschecks wurden seit 2013 in NRW ausgegeben. Biskoping rät Arbeitnehmern bis zum 31. Oktober noch einen Bildungsscheck zu beantragen. Im neuen Jahr werden sich die Förderkriterien verändern. Die Förderung wird dann wieder auf 500 Euro sinken und soll unter anderem auch für Zugewanderte und Beschäftigte ohne Berufsabschluss vergeben werden.

Dass die Fördersumme nicht ausreichen wird, sei abzusehen gewesen, sagt Mechthild Teupen von der IHK Düsseldorf.

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