wza_400x268_498248.jpg
Der Bahnhof wurde für die Dauer des Protests komplett für den Bahnverkehr gesperrt. Es kam zu erheblichen Beeinträchtigungen im Bahnnetz.

Der Bahnhof wurde für die Dauer des Protests komplett für den Bahnverkehr gesperrt. Es kam zu erheblichen Beeinträchtigungen im Bahnnetz.

Der Bahnhof wurde für die Dauer des Protests komplett für den Bahnverkehr gesperrt. Es kam zu erheblichen Beeinträchtigungen im Bahnnetz.

Der Bahnhof wurde für die Dauer des Protests komplett für den Bahnverkehr gesperrt. Es kam zu erheblichen Beeinträchtigungen im Bahnnetz.

dpa, Bild 1 von 3

Der Bahnhof wurde für die Dauer des Protests komplett für den Bahnverkehr gesperrt. Es kam zu erheblichen Beeinträchtigungen im Bahnnetz.

Frankfurt/Main. Mit Gleisbesetzungen haben tamilische Protestanten am Sonntag den Frankfurter Hauptbahnhof für rund zwei Stunden lahmgelegt und so den Bahnverkehr massiv behindert. Mehrere hundert Personen hatten laut Polizei die Gleise im Einfahrtsbereich des Kopfbahnhofs blockiert.

Die Demonstranten wollten auf das Schicksal ihrer Volksgruppe im Bürgerkrieg auf Sri Lanka aufmerksam machen, in dem die tamilischen «Befreiungstiger» den Regierungstruppen unterlegen sind.

Einem Bahnsprecher zufolge kam es zu schweren Behinderungen im Fern- und Regionalverkehr, die sich bis in die Nacht fortsetzen sollten. Das genaue Ausmaß der Verspätungen könne erst am Montag erfasst werden. Nach rund zwei Stunden liefen die ersten Züge wieder in den Bahnhof ein, der ein zentraler Knoten im europäischen Bahnsystem ist.

Mit Notfallprogrammen leitete die Bahn die Fernzüge um und ließ die am Hauptbahnhof unterbrochenen S-Bahnen hin- und herpendeln. Reisende mit dem Fahrtziel Frankfurt mussten an kleineren Bahnhöfen im Stadtgebiet aussteigen.

Die für den Bahnverkehr zuständige Bundespolizei hatte Hilfe des Landes Hessen angefordert und mit den Demonstranten verhandelt, die sich friedfertig zeigten. Kleinere Gruppen von Tamilen hatten sich zunächst in der Innenstadt versammelt und waren dann zum Bahnhof gezogen.

Ein Demonstrant wurde laut Polizei vorübergehend festgenommen, weil er nach dem Ende der Gleisbesetzung seine Landsleute aufgefordert haben soll, noch einmal zurückzukehren.

Auf den Transparenten der Demonstranten war zu lesen: «Krieg ohne Zeugen auf Sri Lanka - Stoppt das Massaker an den Tamilen.» In Sprechchören riefen die Asiaten: «Deutschland, Deutschland, hilf uns, hilf uns» oder auch «Wir wollen Frieden. Wir wollen einen eigenen Staat». Unter den Protestlern waren auch viele Familien mit kleinen Kindern.

Die Reisenden reagierten verständnisvoll bis genervt auf die Aktion. «Es ist wichtig, dass man dort hinschaut», sagte eine Reisende. «Mittlerweile stehe ich aber seit drei Stunden hier und finde es erschreckend, dass die Stimmung so aggressiv wird.» Ein anderer sagte: «Die verspielen viel Sympathie mit so einer Aktion».

Die Tamilen hatten bereits bei den Maikundgebungen in Frankfurt auf ihr Schicksal aufmerksam gemacht. Seit Wochen protestieren Tamilen auch in London regelmäßig gegen den Bürgerkrieg in ihrer Heimat. Mehrfach hatten sich dazu hunderte Protestierende vor dem Parlamentsgebäude versammelt.

Dabei kam auch öfter der Verkehr rund um Big Ben und die Westminster Brücke zum Erliegen. Vereinzelt gab es auch Rangeleien mit der Polizei.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer