Westerwelle und Genscher eröffnen Bundestagswahlkampf ihrer Partei in Düsseldorf.

Der große, alte Liberale und sein Enkel: Hans-Dietrich Genscher und Guido Westerwelle beim Bundestagswahlkampf-Auftakt in Düsseldorf.
Der große, alte Liberale und sein Enkel: Hans-Dietrich Genscher und Guido Westerwelle beim Bundestagswahlkampf-Auftakt in Düsseldorf.

Der große, alte Liberale und sein Enkel: Hans-Dietrich Genscher und Guido Westerwelle beim Bundestagswahlkampf-Auftakt in Düsseldorf.

dpa

Der große, alte Liberale und sein Enkel: Hans-Dietrich Genscher und Guido Westerwelle beim Bundestagswahlkampf-Auftakt in Düsseldorf.

Düsseldorf. Sie schritten Seit’ an Seit’ in die Alte Kesselfabrik - und wurden von gut 500 Besuchern begeistert empfangen: FDP-Spitzenkandidat Guido Westerwelle und das liberale Urgestein Hans-Dietrich Genscher eröffneten Donnerstagabend in Düsseldorf den Bundestagswahlkampf der Liberalen.

Fast schon als Programm erklang dabei der Fleetwood-Mac-Hit "Don’t stop thinking about tomorrow" (engl. = Hör’ nicht auf, an morgen zu denken).

Und mit der Zukunft befassten sich Genscher und Westerwelle. Mit der Zukunft in einer Union/FDP-Koalition natürlich. "SPD, Grüne und Linke wollen Schwarz-Gelb verhindern - aber Deutschland braucht keine Verhinderer, sondern Gestalter. Und Gestalter sind wir", donnerte Genscher unter heftigem Beifall.

Ungeachtet der jüngsten Kabbeleien mit der CSU hielten sich sowohl Genscher als auch Westerwelle mit Angriffen gegen den potenziellen Koalitionspartner auffallend zurück. "Angela Merkel ist eine gute Kanzlerin", sagte Genscher. "Aber mit uns wäre sie eine weit bessere."

Was Merkel gemeinsam mit den Liberalen besser machen könnte, sagte dann Guido Westerwelle: Leistung müsse sich wieder lohnen, die Bildung müsse weiter verbessert werden und ein familienfreundliches Steuerrecht müsse her - durch eine "große Steuer-Strukturreform, die jeder verstehen kann".

Auch woher das Geld für diese Steuerreform kommen soll, erklärte Westerwelle: "Der Staat hat Geld wie Heu - er verplempert es nur." Beispiel Abwrackprämie: "Eine Regierung, die fünf Milliarden Euro übrig hat für alte Autos, soll nie wieder sagen, sie hätte kein Geld für Bildung und den Mittelstand."

Beispiel Gesundheitsreform: "Zwölf Millionen Euro für eine Gesundheitsreform, die alles teurer, aber nichts besser macht." Frenetischen Beifall erntete Westerwelle mit einem Seitenhieb auf Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD): "Wenn ein Wahlsieg der FDP als einziges brächte, dass Ulla Schmidt mit ihrer Reform nicht mehr weitermachen dürfte - es hätte sich für ganz Deutschland gelohnt."

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