Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins um 0,25 Punkte angehoben. Kredite für Hauskäufer werden teurer.

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Frankfurt. Erstmals seit Juli 2008 hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins für die Eurozone angehoben. Die Währungshüter erhöhten den Zinssatz um 25 Basispunkte von 1 auf 1,25 Prozent, wie EZB-Präsident Jean-Claude Trichet am Freitag in Frankfurt mitteilte.

Mit der Entscheidung will die EZB die Inflation im Euro-Raum bekämpfen. Laut Berechnungen der Statistikbehörde Eurostat lag die Teuerung im März bei 2,6 Prozent, 0,2 Prozentpunkte über dem Februarwert.

Tagesgeld und Festgeld-Anlagen dürften lukrativer werden

Für alle, die ihr Geld auf Tagesgeldkonten anlegen, ist die Zinserhöhung eine gute Nachricht. Der durchschnittliche Zinssatz für Tagesgeldanlagen von 5000 Euro liegt derzeit bei 1,23 Prozent – und damit unterhalb der Inflationsrate. Mittelfristig steigen nach der Leitzinserhöhung auch die Tagesgeld-Zinssätze. Bei einigen Angeboten wird es nach Einschätzungen von Experten bald die Drei vor dem Komma geben.

Auch beim Festgeld können sich Anleger auf steigende Zinssätze einstellen. Zu lange sollten sie sich aber derzeit nicht binden. In der Regel erhöhen Notenbanken die Leitzinsen schrittweise über zwei bis drei Jahre hinweg. Hauskäufer müssen dagegen mittelfristig tiefer in die Tasche greifen, denn neben den Guthabenzinsen werden auch die Kreditzinsen steigen. Red

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