Das Bündel von Regelungen soll auch Sicherheit verbessern.

Brüssel. Das EU-Parlament hat am Dienstag die Weichen für mehr Fahrzeugsicherheit sowie für leisere und klimafreundlichere Reifen gestellt. Das umfangreiche Maßnahmenbündel entlastet nach Ansicht des federführenden EU-Abgeordneten Andreas Schwab (CDU) die Geldbeutel der Autofahrer.

Im Schnitt könne jeder Autofahrer drei bis fünf Prozent Kraftstoff einsparen, wenn allein die Rolleigenschaften von Reifen verbessert und der Reifendruck durch serienmäßige Mess-Systeme überwacht werden. Die sogenannte "Verordnung zur Typgenehmigung von Kraftfahrzeugen" ist Teil des ehrgeizigen EU-Klimapakets. Schwab rechnet vor, dass der Ausstoß des Treibhausgases CO2 dadurch um bis zu 10 Milligramm pro Kilometer gesenkt werden kann.

Notbremssystem für Lastwagen soll Zahl der Unfallopfer drastisch senken

Die Neuerungen:

ESP: Das Elektronische Stabilitäts-Programm (ESP) soll ab 2011 in alle Neuwagen eingebaut werden. Wirtschaftlich sei die verpflichtende Einführung des Antiblockiersystems vertretbar, argumentiert Schwab. Fahrassistenzsysteme verteuerten das Auto um bis zu 150 Euro.

Früher schalten: Ab 2012 werden Schaltpunktanzeigen vorgeschrieben. Auch sie sollen helfen, den CO2-Ausstoß zu mindern.

Reifen: Weniger Spritverbrauch und weniger Treibhausgase erhofft sich Brüssel von der neuen Generation rollwiderstandsarmer Reifen. Verbessertes Design erhöht die Nasshaftung und senkt zudem den Widerstand.

Lkw: Zu mehr Sicherheit insbesondere auf Autobahnen soll ab 2018 die Einführung elektronischer Notbremssysteme und Spurwarnsysteme für Lkw führen. Das EU-Parlament geht davon aus, dass die Zahl der Unfallopfer auf Europas Straßen so um 35000 gesenkt werden kann.

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