London (dpa). Nach dem vereitelten Terroranschlag auf eine US- Passagiermaschine suchen Ermittler nach Gesinnungsgenossen und möglichen Komplizen des Täters in Großbritannien. Die Sicherheitsbehörden glauben laut Medienberichten vom Montag, dass der 23-jährige Umar Faruk Abdulmutallab während seines dreijährigen Studiums in London Kontakte zu anderen Extremisten aufgenommen haben könnte.

Demnach bestehe auch der Verdacht, dass der Nigerianer seine Terrorattacke ursprünglich von Großbritannien aus starten wollte, was wegen eines verweigerten Visums dann aber nicht möglich gewesen sei.

Wie die Zeitung «The Independent» am Montag berichtete, wollte der Nigerianer nach seinem Londoner Maschinenbau-Studium einen anderen halbjährigen Studienkurs besuchen, der im September dieses Jahres begonnen hätte. Nach seinen ursprünglichen Plänen hätte er also zur Zeit des versuchten Anschlags in Großbritannien gelebt.

Die Behörden verweigerten aber das Visum, auch weil sie die Seriosität der Hochschule bezweifelten, die sich der 23-Jährige ausgesucht hatte. 

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