Fahnder durchsuchen Wohnungen von vier Verdächtigen. Ein Ex-Helfer soll in Düsseldorf wohnen.

Sie bildeten das Mörder-Trio NSU (v.l.n.r.): Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und die einzige Überlebende, Beate Zschäpe.
Sie bildeten das Mörder-Trio NSU (v.l.n.r.): Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und die einzige Überlebende, Beate Zschäpe.

Sie bildeten das Mörder-Trio NSU (v.l.n.r.): Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und die einzige Überlebende, Beate Zschäpe.

dpa

Sie bildeten das Mörder-Trio NSU (v.l.n.r.): Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und die einzige Überlebende, Beate Zschäpe.

Karlsruhe/Düsseldorf. Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen zu den Morden der Zwickauer Terrorzelle auf weitere Beschuldigte ausgedehnt.

Mittlerweile stünden elf Personen unter Verdacht, die mutmaßlichen Terroristen der Vereinigung Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) unterstützt zu haben, sagte Generalbundesanwalt Harald Range am Mittwoch in Karlsruhe. Das sind vier mehr als bislang bekannt.

Durchsuchungen in drei Bundesländern

Am Mittwoch hatten die Ermittler Wohnungen und Geschäftslokale von mutmaßlichen Unterstützern der Zwickauer Terrorzelle durchsucht. Die Durchsuchungen fanden in Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg statt. NRW war laut Innenministerium nicht betroffen.

Die Verdächtigen sollen der NSU Waffen besorgt haben

Zwei der Beschuldigten sollen den mutmaßlichen Rechtsterroristen Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe bereits 1998 Sprengstoff und eine Schusswaffe zur Verfügung gestellt haben. Zwei weitere stehen im Verdacht, den NSU-Mitgliedern 2002 und 2003 mehrere Schusswaffen verschafft zu haben, darunter eine Pumpgun, eine mehrschüssige Repetierflinte.

Ein früherer Unterstützer des Trios soll heute in Düsseldorf wohnen. Laut Medienberichten soll Carsten S. 1999 und 2000 die Neonazis mit Geld und Unterkunft versorgt haben.

Doch bereits im Jahr 2000 habe er sich dann von der Terrorzelle losgesagt. Damals sei er auch Funktionär in der NPD-Jugendorganisation gewesen. 2003 sei er dann aus Thüringen nach NRW gezogen, zunächst nach Hürth bei Köln. dpa/fu

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