Die Bundesregierung warnt erstmals konkret vor einem Anschlag. Er wird noch im November befürchtet.

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Die Polizei wird zum Schutz der Bevölkerung ihre Kontrollen verstärken, wie hier am Hamburger Hauptbahnhof.

Die Polizei wird zum Schutz der Bevölkerung ihre Kontrollen verstärken, wie hier am Hamburger Hauptbahnhof.

dpa

Die Polizei wird zum Schutz der Bevölkerung ihre Kontrollen verstärken, wie hier am Hamburger Hauptbahnhof.

Berlin. Aus Sorge vor einem islamistischen Terroranschlag noch vor Weihnachten gelten ab sofort schärfere Sicherheitsvorkehrungen. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) warnte am Mittwoch vor einem Attentat Ende November. Damit nannte er erstmals einen konkreten Termin.

Zum Schutz der Bevölkerung wird auf Flughäfen, Bahnhöfen und an den Grenzen strenger kontrolliert. Experten fürchten, dass auch Weihnachtsmärkte Ziel eines Anschlags sein könnten. Spekuliert wird zudem über Attentate wie im indischen Mumbai, wo 2008 bei einem Terrorüberfall von Islamisten auf Hotels mehr als 160 Menschen starben.

Der Minister, der bei Terror-Warnungen bislang eher zurückhaltend war, sprach von einer "neuen Lage". Ausdrücklich nannte er die Terrororganisation El Kaida. De Maizière appellierte aber an die Bevölkerung, nicht in Hysterie zu verfallen.

"Es gibt Grund zur Sorge, aber keinen Grund zur Hysterie."

Thomas de Maizière, Bundesinnenminister (CDU)

Die Hinweise kamen nach seinen Worten von einem "ausländischen Partner" - damit ist in der Regel ein Geheimdienst gemeint. Auch das Bundeskriminalamt habe konkrete Informationen zu Anschlagsplanungen.

Nach Informationen des "Tagesspiegel" bekamen die Behörden Hinweise aus den USA, dass zwei bis vier El-Kaida-Terroristen Anschläge in Deutschland und Großbritannien vorbereiten. Als Datum für deren geplante Ankunft in Deutschland hätten die US-Behörden den 22. November genannt. Als Drahtzieher werde der Pakistaner Mohammed Ilyas Kashmiri genannt, eine der führenden Figuren der El Kaida.

Laut Landesinnenminister Ralf Jäger (SPD) gibt es bislang keine Hinweise auf "konkret bevorstehende Anschläge" in NRW. Die Polizei werde aber ihre Präsenz "insbesondere an Orten mit hohem Publikumsverkehr" verstärken.

In Wuppertal wird es mehr Polizeipräsenz auf den Weihnachtsmärkten in Barmen und Elberfeld geben. In Solingen will die Polizei belebte Orte stärker überwachen.

Am Flughafen und am Hauptbahnhof Düsseldorf kontrollieren verstärkt Bundespolizisten. Die Beamten wurden mit Schutzwesten und Maschinenpistolen ausgerüstet.

Laut "Focus Online" soll es sich bei den Terroristen um zwei Inder und zwei Pakistaner handeln. Aber auch ein Deutsch-Marokkaner und ein Deutsch-Syrer könnten dem Kommando angehören.

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