CDU/CSU und FDP sollten sich ihrer Sache nicht zu sicher sein. Die Umfragen sind drei Wochen vor der Wahl denkbar knapp, die Zahl der Unentschlossenen ist groß. Da genügt ein Verlust von zwei, drei Prozentpunkten - und die erhoffte Mehrheit ist weg.

Bundeskanzlerin Merkel antwortet darauf mit der aus ihrer Sicht richtigen Strategie: Sie verschärft den Ton gegenüber der SPD, ohne ihren Herausforderer selbst anzugreifen. Das ist eine Gratwanderung, die am Sonntag in Düsseldorf gut gelungen ist. Spannend wird jedoch sein, ob ihr diese Gratwanderung auch bei direkten Begegnungen mit Steinmeier gelingt.

Am Dienstag schon liefern sich die Kanzlerin und der Kandidat im Bundestag ein Rededuell. Am Sonntag dann kommt es zum TV-Duell. Sollte sich Merkel hier im Ton vergreifen, könnte sich Geschichte wiederholen: Bereits 2005 hatten CDU und CSU der Nation gezeigt, wie man einen sicher geglaubten Vorsprung noch vergeigen kann.

alexander.marinos@wz-plus.de

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer