Alexander Marinos
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Beim Poker um die AKW-Laufzeiten geht es um unvorstellbar viel Geld, konkret: um einen dreistelligen Milliardenbetrag, den die Versorger als zusätzlichen Gewinn einstreichen könnten. Es ist nun an der Bundesregierung, als Gegenleistung für die Laufzeitverlängerung einen beachtlichen Teil dieser gigantischen Summe abzuschöpfen, damit aus dem schönen Begriff "Brückentechnologie" keine leere Phrase wird.

Immerhin wird der Bevölkerung zugemutet, eine Verlängerung von Restrisiken in Kauf zu nehmen, die mit der Atomtechnologie unweigerlich verbunden sind. Von der nach wie vor ungelösten Endlager-Frage ganz zu schweigen. Dies alles ist nur hinnehmbar, wenn deutlich mehr Geld für die Entwicklung neuer umwelt- und klimafreundlicher Energiegewinnungs-Formen zur Verfügung steht.

An sich ist die Bundesregierung in einer starken Verhandlungsposition. Ohne sie läuft gar nichts (länger). Bleibt nur zu hoffen, dass die politische Nähe der Versorger zu Union und FDP die Regierung nicht allzu milde stimmt.

e-Mail: alexander.marinos@wz-plus.de

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