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Ein Kommentar von Stefan Küper.

Ein Kommentar von Stefan Küper.

Ein Kommentar von Stefan Küper.

Natürlich lassen sich Bezüge von Topmanagern und Spitzenpolitikern nicht so einfach vergleichen. Auf der einen Seite steht eine Führungskraft, die entscheidend zum messbaren Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens beigetragen hat. Wenn der Konzern seine Produkte gut verkauft, also Gewinne macht, ist es logisch, dass der Chef am Erfolg beteiligt wird. Auch wenn man sicher darüber streiten kann, ob die Leistung eines einzelnen Menschen 16,6 Millionen Euro in einem Jahr wert sein kann.

Auf der anderen Seite steht ein Spitzenpolitiker. Ob sein Handeln zum Erfolg geführt hat, lässt sich oft erst Jahre später beurteilen. Und zudem bezahlen sein Gehalt keine Kunden, sondern Steuerzahler – zwangsweise. Pro Jahr 500 000 Euro ließen sich da kaum rechtfertigen. Dennoch: Wer Spitzenleute in der Politik will, muss dafür sorgen, dass der Gehaltsabstand zur Wirtschaft nicht zu groß wird. Schließen wird man ihn nicht müssen, denn eines darf man von Politikern erwarten: Dass es ihnen nicht in erster Linie ums Geld geht.

 

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