Merkel stärkt Guttenberg in Bundeswehr-Affären

Berlin (dpa) - Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat Vertuschungsvorwürfe wegen der Vorfälle bei der Bundeswehr entschieden zurückgewiesen. Solche Verdächtigungen seien infam. Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach dem Verteidigungsminister demonstrativ das Vertrauen aus. Sie vertraue auf die Arbeit des Ministers und unterstütze ihn, sagte ihr Sprecher Steffen Seibert Die Opposition beklagt aber weiter, Guttenbergs Ministerium informiere das Parlament zu spät, falsch oder nur mangelhaft.

Bundesregierung wirbt um Mehrheit für Afghanistan-Mandat

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung wirbt um eine breite parlamentarische Mehrheit für das neue Afghanistan-Mandat der Bundeswehr. Außenminister Guido Westerwelle und Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg bekannten sich im Bundestag zu dem Ziel, noch in diesem Jahr mit dem Abzug der ersten deutschen Soldaten vom Hindukusch zu beginnen. Die Opposition verlangte einen verlässlicheren Abzugsplan. Nach den Regierungsplänen sollen die ersten deutschen Soldaten Ende 2011 nach Hause zurückkehren können, wenn es die Lage erlaubt.

Überwältigende Mehrheit für unabhängigen Südsudan absehbar

Juba (dpa) - Im Südsudan zeichnet sich eine überwältigende Mehrheit für einen unabhängigen Staat ab. Nach der Auszählung von 3,2 Millionen Stimmen sprachen sich die Wähler zu 99 Prozent für eine Trennung vom Norden und einen eigenen Staat aus. Das teilte die Referendumskommission mit. Rund vier Millionen Wähler hatten vom 9. Januar an eine Woche lang in einer Volksabstimmung über die Zukunft der bisher teilautonomen Region entschieden.

Mindestens zwei Tote bei Unruhen in Tirana

Tirana (dpa) - Bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten im Zentrum von Tirana sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Zudem wurden mindestens vier Polizisten und ein Dutzend Demonstranten verletzt. Nach Berichten örtlicher Medien seien die beiden Opfer «aus nächster Nähe erschossen worden». Präsident Bamir Topi rief die Bevölkerung am Abend zu Besonnenheit und Zurückhaltung auf. Mehrere Tausend Anhänger der Opposition demonstrierten am späten Nachmittag im Zentrum der albanischen Hauptstadt gegen die Korruption in der Regierung.

Tunesien trauert, Deutschland bietet Hilfe an

Tunis (dpa) - Tunesien trauert um die Toten des Volksaufstands: Eine Woche nach dem Sturz von Präsident Ben Ali haben alle Behörden und öffentlichen Einrichtungen die Flaggen auf Halbmast gesetzt. Die Fernsehsender strahlten Korangesänge und Nachrichten aus. In Tunis gingen wieder mehrere tausend Menschen auf die Straße. Sie demonstrierten für die völlige Zerschlagung des alten Machtapparats. Außenminister Guido Westerwelle bot Tunesien erneut Hilfe beim Aufbau einer echten Demokratie an.

Hu warnt USA vor Streit über Taiwan und Tibet

Washington (dpa) - Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao hat die USA vor einem Konflikt zwischen beiden Großmächten über Tibet und Taiwan gewarnt. Die Amerikaner müssten die chinesische Hoheit über Tibet und Taiwan anerkennen. Ansonsten drohten Ärger oder gar Spannungen in der Beziehung zwischen den USA und China, sagte Hu während seines Staatsbesuches in Washington. Die Frage berühre Chinas Souveränität und territoriale Einheit. Die USA hatten Taiwan jüngst Waffen geliefert. China betrachtet die Inselrepublik als abtrünnige Provinz.

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