Walter Scheel geht auf Distanz zu Westerwelle.

Kubicki �u�ert �Mitleid� mit Westerwelle
Kubicki (r.) hatte in Bezug auf sinkende Mitgliederzahlen Recht. Doch eine Frage bleibt: Verabschiedet Guido Westerwelle (l.) seine davonziehenden Mitglieder oder bereits sich selbst?

Kubicki (r.) hatte in Bezug auf sinkende Mitgliederzahlen Recht. Doch eine Frage bleibt: Verabschiedet Guido Westerwelle (l.) seine davonziehenden Mitglieder oder bereits sich selbst?

Bodo Marks

Kubicki (r.) hatte in Bezug auf sinkende Mitgliederzahlen Recht. Doch eine Frage bleibt: Verabschiedet Guido Westerwelle (l.) seine davonziehenden Mitglieder oder bereits sich selbst?

Berlin. Die Einschätzung des schleswig-holsteinischen FDP-Landesvorsitzenden Wolfgang Kubicki, wonach den Liberalen die Mitglieder „in Scharen“ weglaufen, wird durch aktuelle Mitgliederbilanzen bestätigt.

So verloren die Landesverbände der Liberalen im ablaufenden Jahr zwischen vier und fünf Prozent der Mitglieder. Allein im Landesverband NRW – er hatte Ende 2009 noch 17 899 Mitglieder – gaben 1558 Personen ihre Parteibücher zurück. Dem standen nur 779 Neu-Eintritte gegenüber. Die Entwicklung hängt offensichtlich eng mit der Führungsdebatte um Parteichef Guido Westerwelle zusammen.

Ehrenvorsitzender Scheel lobt die „junge Generation“ der FDP

Unterdessen ging der FDP-Ehrenvorsitzende Walter Scheel auf Distanz zu Parteichef Guido Westerwelle und kritisierte das Erscheinungsbild der Liberalen. „Die Partei hat viel versprochen und konnte noch nicht viel durchsetzen“, sagte Scheel am Donnerstag. Die Gründe dafür hingen auch „mit den jeweiligen Persönlichkeiten zusammen“.

Es gebe „eine ganz erstaunlich große Zahl von hervorragenden, gerade auch jungen FDP-Politikern“. Diese Generation müsse man „fördern und in die Verantwortung nehmen“.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer