Regierung und Industrie wollen die Technologie in einer gemeinsamen Kraftanstrengung vorantreiben.

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Kanzlerin Angela Merkel begutachtet ein Elektroauto der Marke Opel.

Kanzlerin Angela Merkel begutachtet ein Elektroauto der Marke Opel.

dpa

Kanzlerin Angela Merkel begutachtet ein Elektroauto der Marke Opel.

Berlin. Bundesregierung und Industrie haben auf einem Treffen in Berlin den Schulterschluss zur Entwicklung des Elektroautos geübt. Das Ziel sei, Deutschland zum Marktführer für Elektromobilität zu machen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) rief die deutsche Industrie auf, in einer gemeinsamen Kraftanstrengung die Entwicklung von Elektrowagen voranzutreiben. Deutschland habe die Entwicklung des Automobils im 20. Jahrundert stark mitbestimmt und daraus solle "der Ehrgeiz, aber auch die Zuversicht erwachsen", dass dies auch für das 21. Jahrhundert möglich sei. Gemeinsam mit Vertretern aus Industrie, Wissenschaft und Politik rief die Kanzlerin bei dem Treffen in Berlin die Plattform Elektromobilität ins Leben: Der Zusammenschluss soll eine Strategie für die Entwicklung von Elektroautos entwerfen. Regierung und Industrie erklärten es als Ziel, bis zum Jahr 2020 mindestens eine Million Elektroautos auf die Straßen zu bringen. Dies sei jedoch nur möglich, "wenn alle Akteure gemeinsam an einem Strang ziehen". Zurzeit fahren in Deutschland knapp 1600 Elektroautos. Die Industrie erklärte sich bereit, die Forschung in den Bereichen Elektromobilität und beim Ausbau einer Infrastruktur mit Ladestationen voranzutreiben. Opposition und Umweltverbände übten heftige Kritik. Der Vizechef der SPD-Bundestagsfraktion, Florian Pronold, nannte den Gipfel eine "Showveranstaltung", bei der die Verbraucher unberücksichtigt geblieben seien.

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