Energiepreise: Auf größere Haushalte kommen in diesem Jahr Mehrkosten von mindestens 100 Euro zu.

Kostenfaktor Strom: Die Preise für die Verbraucher steigen.
Kostenfaktor Strom: Die Preise für die Verbraucher steigen.

Kostenfaktor Strom: Die Preise für die Verbraucher steigen.

dpa

Kostenfaktor Strom: Die Preise für die Verbraucher steigen.

Berlin. Die Stromkunden müssen sich auf kräftige Preiserhöhungen einstellen. "Ein großer Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 7000 Kilowattstunden wird im Jahr 2010 mindestens 100 Euro allein für die Solarstromförderung zahlen müssen", sagte Holger Krawinkel vom Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZVB) der "Welt". Die Umlage für erneuerbare Energien, die alle Stromkunden über ihre normale Rechnung bezahlen müssen, werde in diesem Jahr zwangsläufig steigen, prognostiziert Krawinkel.

Ursache: In der jüngsten Vergangenheit wurden weit mehr Solarstromanlagen gebaut und installiert als vorhergesagt. Deren finanzieller Förderbedarf habe sich dadurch allein für die im vergangenen Jahr gebauten Anlagen um mehr als zehn Milliarden Euro erhöht. Noch 2009 hatten alle Experten prognostiziert, dass der Strompreis in diesem Jahr wegen der gesunkenen Beschaffungskosten sinken werde.

Wie das unabhängige Vergleichsportal Toptarif ermittelte, haben bereits zum Januar und Februar dieses Jahres 200 Stromversorger ihre Preise angehoben. Wegen der höheren Solarstromförderung würden im März und April weitere Anbieter diesem Trend folgen, prognostiziert Toptarif. Durchschnittlich stiegen die Tarife um 5,7 Prozent (53 Euro).

Auch die Gaskunden müssen sich auf - allerdings moderate - Mehrkosten einstellen. So haben nach den Statistiken von Toptarif zum Januar und Februar 90 Gasversorger die Tarife um durchschnittlich 5,1Prozent (65Euro) angehoben, zugleich senkten aber 57 Anbieter ihre Preise um 5,5 Prozent. Grund: Der Gaspreis folgt mit einer Verzögerung von sechs Monaten dem Ölpreis. Dieser war im zweiten Halbjahr 2009 gestiegen. Verbraucherschützer Krawinkel rät Strom- und Gaskunden, sich nach Tariferhöhungen ihrer Versorger nach einem günstigeren Anbieter umzusehen.

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