Na also! Der Wahlkampf gewinnt an Schärfe. Gut so. Das Thema Beschäftigung ist einen Streit wert; und in der Lage der SPD würde jede andere Partei auch den kalkulierten Eklat suchen. Als Wähler kann man für jeden Anstoß dazu dankbar sein - von jeder Partei. Anstößiger ist, was zwischen FDP und CSU abläuft. Nun darf man nicht blauäugig sein. Fingerhakeln ist eine alte bayrische Kampfsportart.

Aber jenseits aller Inszenierung hat CDU-Mann Volker Kauder einen ernsten Hintergrund auf den Punkt gebracht, als er mahnte, "diese Wahl ist noch nicht gewonnen". CSU und FDP - ohne Zweifel Wunschpartner - beharken sich, weil sie zu sicher sind. Es ist der Hochmut, der vor dem Fall kommt. Sie streiten um die Juniorrolle an der Seite Angela Merkels; die will CSU-Chef Seehofer nicht preisgeben.

Ein anderer Name spielt auch eine Rolle: Karl-Theodor zu Guttenberg. Der CSU-Mann ist ein Gewinn für die Union. Nur, er steht als Wirtschaftsminister an der Spitze eines Ressorts, das zum Traditionsbestand der FDP gehört. Sie sind mehr oder weniger heimlich dabei, schon das Fell des Bären zu verteilen. Der Bär ist aber noch nicht erlegt.

 

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