Berlin. Die Bundesregierung plant – zusammen mit Frankreich – eine Luftbrücke in die Ebola-Krisenregionen. Dazu will die Bundeswehr laut Verteidigungsministerium mit bis zu vier Transall-Maschinen aus Dakar Versorgungsflüge nach Liberia, Guinea und Sierra Leone starten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich am Freitag besorgt über die Entwicklung in Westafrika. Sie sprach von einem „dramatischen Verlauf“. Einen konkreten Termin für den Beginn der Luftbrücke gibt es noch nicht. Es soll aber nächste Woche losgehen. „Es ist im Augenblick keine Frage des Geldes, sondern der Kapazitäten und Logistik“, sagte Merkel. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums können pro Flug bis zu acht Tonnen Hilfsgüter in die Krisenländer gebracht werden. Geplant ist auch der Transport einer mobilen Krankenstation. Zudem will Berlin seine Finanzhilfe um mehr als 15 Millionen Euro aufstocken. Die Bundesregierung hatte bislang etwa 17 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Regierungssprecher Steffen Seibert wies Kritik wegen angeblich unzureichender deutscher Hilfe zurück. Die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ hatte zuvor bemängelt, dass Berlin offensichtlich immer noch nicht das Ausmaß der Epidemie begriffen habe.

Diese könnte nach Angaben von Weltbankchef Jim Yong Kim die Weltwirtschaft bedrohen, wenn die Staatengemeinschaft das Problem nicht in den Griff bekommt. „Wir haben aber das Werkzeug, alles unter Kontrolle zu bekommen, deshalb bin ich optimistisch“, sagte Kim. dpa

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