Gremium will Widersprüche in Aussagen klären.

Blair soll erneut aussagen.
Blair soll erneut aussagen.

Blair soll erneut aussagen.

dpa

Blair soll erneut aussagen.

London. Sechs Stunden lang hat der britische Ex-Premierminister Tony Blair vergangenen Freitag den Irak-Krieg verteidigt - doch zufrieden ist der Untersuchungsausschuss nicht. Wegen angeblicher Widersprüche soll Blair nun ein zweites Mal vorgeladen werden.

Blair hatte vor dem Ausschuss die Rechtmäßigkeit der militärischen Invasion als Resultat einer "sehr, sehr schwierigen und ausgewogenen Einschätzung" dargestellt. Angestellte des Verteidigungsministeriums widersprechen dieser Version jedoch: Blair, selber Jurist, habe 2003 behauptet, dass der Einmarsch "ganz eindeutig" rechtmäßig sei.

In der zweiten Blair-Befragung soll außerdem geklärt werden, wie viele Diskussionen es tatsächlich zwischen Premier und Generalstaatsanwalt Peter Goldsmith in den letzten Tagen vor dem Angriff gegeben hat. Goldsmith soll erhebliche, juristische Bedenken gehabt haben und schließlich zu einer "Ja-oder-Nein-Entscheidung" gedrängt worden sein.

Auch der amtierende Premierminister Gordon Brown wird möglicherweise noch vor der anstehenden Parlamentswahl in Großbritannien vor der Irak-Kommission aussagen müssen.

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