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Dehniger, Jürgen JD

Der Beistand von Kanzlerin Angela Merkel für Bundespräsident Christian Wulff kommt zu spät. Zu spät, um glaubhaft zu sein. Viel Courage hat er die Kanzlerin nicht gekostet. Wulff hat die Affäre um seinen Kredit, den Anruf auf der Diekmann’schen Mailbox und seine peinliche Fernseh-Rechtfertigung vermutlich überstanden. Zwar ist der höchste Mann im Staate schwer angeschlagen, aber ein Rücktritt scheint zumindest derzeit ausgeschlossen. Das hat die Kanzlerin gestern sehr wohl auf der Rechnung gehabt.

Ebenso wie die Umfrage, wonach 60 Prozent der Deutschen Wulff eine zweite Chance einräumen. Wäre seine Position so wacklig wie in den vergangenen Tagen, fielen die Umfragen schlechter aus – der Beistand wäre mit einiger Gewissheit ausgeblieben. Merkel ist aus der Deckung gekommen, weil es für sie ungefährlich war.

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