Can Dundar, an editor of the Cumhuriyet newspaper
Can Dundar, Redakteur der türkischen Zeitung «Cumhuriyet», auf dem Gang zum Gerichtsgebäude. Der Prozess gegen ihn und seinen Kollegen wurde am Freitag fortgesetzt. Der Prozess gegen die angeklagten Akademiker, die eine regierungskritische Petition mitorganisiert hatten, soll im Septemebr fortgeführt werden.

Can Dundar, Redakteur der türkischen Zeitung «Cumhuriyet», auf dem Gang zum Gerichtsgebäude. Der Prozess gegen ihn und seinen Kollegen wurde am Freitag fortgesetzt. Der Prozess gegen die angeklagten Akademiker, die eine regierungskritische Petition mitorganisiert hatten, soll im Septemebr fortgeführt werden.

Sedat Suna

Can Dundar, Redakteur der türkischen Zeitung «Cumhuriyet», auf dem Gang zum Gerichtsgebäude. Der Prozess gegen ihn und seinen Kollegen wurde am Freitag fortgesetzt. Der Prozess gegen die angeklagten Akademiker, die eine regierungskritische Petition mitorganisiert hatten, soll im Septemebr fortgeführt werden.

Istanbul (dpa) - Vier in der Türkei inhaftierte Akademiker, die eine regierungskritische Petition mitorganisiert hatten, sollen vorerst freigelassen werden. Das entschied ein Gericht in Istanbul am Freitag. Der Prozess gegen sie wegen des Vorwurfs der «Propaganda für eine Terrororganisation» soll allerdings im September fortgesetzt werden, wie der Fernsehsender CNN Türk berichtete. Ihnen droht eine Haftstrafe von bis zu siebeneinhalb Jahren.

Mehr als 1000 Menschen hatten im Januar die Petition unterschrieben, in der der Regierung eine «Vernichtungs- und Vertreibungspolitik» im kurdisch geprägten Südosten der Türkei vorgeworfen wurde. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan rief die Justiz und die Universitäten dazu auf, gegen die Unterzeichner vorzugehen, denen er «Verrat» vorwarf. Mindestens 18 Akademiker wurden festgenommen, Wohnungen durchsucht und Computer beschlagnahmt.

Zudem wurde am Freitag der Prozess gegen zwei Journalisten der türkischen Zeitung «Cumhuriyet» fortgesetzt, denen unter anderem Spionage und Unterstützung einer Terrororganisation vorgeworfen wird. Hintergrund ist ein Bericht des Blattes über angebliche Waffenlieferungen der Türkei an Extremisten in Syrien aus dem vergangenen Jahr. Den Journalisten droht bei einer Verurteilung lebenslange Haft.

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