Auf der Suche nach dem Herausforderer von Präsident Obama gewinnt der Kandidat die erste Abstimmung.

Der ehemalige Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney, hat die erste Vorwahl um die Präsidentschaftskandidatur für die Republikaner gewonnen.
Der ehemalige Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney, hat die erste Vorwahl um die Präsidentschaftskandidatur für die Republikaner gewonnen.

Der ehemalige Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney, hat die erste Vorwahl um die Präsidentschaftskandidatur für die Republikaner gewonnen.

BRIAN SNYDER

Der ehemalige Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney, hat die erste Vorwahl um die Präsidentschaftskandidatur für die Republikaner gewonnen.

Washington. Die Vorwahlen der US-Republikaner auf der Suche nach dem Herausforderer von Präsident Barack Obama versprechen spannend zu werden: Mitt Romney gewann mit dem knappsten Vorsprung in der Geschichte die erste Vorwahl im US-Staat Iowa. Romneys Hauptkontrahent Rick Santorum, bis zuletzt ein krasser Außenseiter, schlug sich wacker, wird es aber schwer haben, seine Position als ernstzunehmender Kandidat zu behaupten.

Romney liegt knapp mit acht Stimmen vor Santorum

Alle vier Jahre wird in Iowa der traditionsreiche „Caucus“ als Auftaktveranstaltung zur US-Präsidentschaftskampagne gefeiert. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Vorwahl handelt es sich um eine Reihe von Wählerversammlungen. Bürger treffen sich bei Hunderten von Veranstaltungen. Sie essen Hamburger und Rippchen, diskutieren über politische Themen und lassen sich von Vertretern der einzelnen Kandidaten über deren Positionen unterrichten. Anschließend füllen sie handgeschriebene Wahlzettel aus.

Bis tief in die Nacht öffneten freiwillige Helfer diesmal die Pappkartons und zählten mühsam die Stimmen aus. Gegen fünf Uhr morgens Ortszeit stand dann fest: Romney und der erzkonservative Santorum hatten beide mehr als 30 000 Stimmen auf dem Konto.

Favorit Romney hatte mit seiner gut geölten Wahlmaschinerie und mehreren hundert Millionen Dollar an gesammelten Spenden den Senkrechtstarter aber um genau acht Stimmen abhängen können. Der 53-jährige Santorum, ein früherer Senator aus Pennsylvania, hatte zwar kaum Geld und nur ein kleines Team von Wahlhelfern. Um den Nachteil auszugleichen, tat er aber etwas Ungewöhnliches: Während Romney sich in Iowa nur selten hatte blicken lassen, reiste Santorum während der vergangenen Wochen in jeden der 99 Wahlbezirke, unterhielt sich mit den Bürgern und diskutierte über deren Sorgen.

Dem Favoriten könnte noch ein Duell mit Newt Gingrich drohen

Der unermüdliche Einsatz wurde mit einem sensationellen Erfolg belohnt, der den als tief religiös geltenden Kandidaten zwar ins Gespräch bringt. Dennoch wird er kaum Chancen haben, den zweiten Platz zu halten.

So gesehen ist Romney, wenn auch nur knapp, seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Intern dürfte noch ein bitteres Duell mit Newt Gingrich bevorstehen, der in Iowa den vierten Platz belegte.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer