New York (dpa) - US-Außenminister John Kerry hat vor dem UN-Sicherheitsrat in New York eine «globale Kampagne» im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gefordert. «

Der IS stellt eine Gefahr für uns alle dar», sagte Kerry bei einer Sondersitzung des Gremiums. Bei der von ihm geforderten Kampagne gehe es nicht nur um militärische Aspekte. «Jedes Land hat dabei eine Rolle zu spielen, auch der Iran.» Die Angelegenheit sei dringend.

«In einer Region, die schon so viel Gewalt erlebt hat, sind diese Terroristen einzigartig in ihrer Brutalität», sagte Kerry. «Wir dürfen den Moment nicht verpassen.»

In einer gemeinsam verabschiedeten Erklärung verurteilte das mächtigste UN-Gremium die Tötungen, Vergewaltigungen, Entführungen und Folter der Terrormiliz auf das Schärfste. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden, heißt es in dem Papier. Einige der Verbrechen «könnten Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellen».

Zu der Sitzung waren zahlreiche Außenminister nach New York gereist, darunter auch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD).

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