Spanische Sicherheitskräfte patrouillieren am Grenzzaun der spanischen Enklave Ceuta, der Grenze zu Marokko. Foto: Rafael Diaz/Archiv
Spanische Sicherheitskräfte patrouillieren am Grenzzaun der spanischen Enklave Ceuta, der Grenze zu Marokko. Foto: Rafael Diaz/Archiv

Spanische Sicherheitskräfte patrouillieren am Grenzzaun der spanischen Enklave Ceuta, der Grenze zu Marokko. Foto: Rafael Diaz/Archiv

dpa

Spanische Sicherheitskräfte patrouillieren am Grenzzaun der spanischen Enklave Ceuta, der Grenze zu Marokko. Foto: Rafael Diaz/Archiv

Ceuta/Madrid (dpa) - Mehr als 1100 Migranten haben in der Neujahrsnacht versucht, den Grenzzaun zur spanischen Exklave Ceuta in Marokko zu stürmen.

Fünf spanische und Dutzende marokkanische Sicherheitskräfte, die die über den Zaun kletternden Menschen abwehren wollten, seien verletzt worden, berichtete die Nachrichtenagentur efe unter Berufung auf die örtlichen Behörden. Die größtenteils aus Ländern südlich der Sahara stammenden Männer seien sehr «organisiert und gewalttätig» vorgegangen, hieß es.

Nur zwei Migranten sei es letztlich gelungen, spanischen Boden zu erreichen. Sie seien mit Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden, so die Behörden weiter. Der doppelte Zaun, der Ceuta von Marokko trennt, ist acht Kilometer lang und sechs Meter hoch.

Erst Anfang Dezember hatten 400 Menschen den Zaun gestürmt. Auch damals gab es Dutzende Verletzte. Die meisten der Eindringlinge konnten gefasst und in das örtliche Auffangzentrum (Ceti) gebracht worden.

Spanien verfügt in Nordafrika über zwei Exklaven, die beide von Marokko beansprucht werden: Ceuta an der Meerenge von Gibraltar und das 250 Kilometer weiter östlich gelegene Melilla. In der Nähe der Gebiete harren Zehntausende notleidende Afrikaner sowie mittlerweile auch Syrer aus, die auf eine Chance hoffen, in die EU zu gelangen.

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