Dauerstreik der Straßenkehrer sorgt für Chaos.

Einige wenige Straßenkehrer versuchen, dem Müll Herr zu werden.
Einige wenige Straßenkehrer versuchen, dem Müll Herr zu werden.

Einige wenige Straßenkehrer versuchen, dem Müll Herr zu werden.

Reuters

Einige wenige Straßenkehrer versuchen, dem Müll Herr zu werden.

Madrid. Wachsende Abfallberge in der spanischen Hauptstadt Madrid. Dreckige Bürgersteige, auf denen die Touristen Slalom laufen müssen.

Überquellende Papierkörbe. Gestank nach Urin, Hundekot und verfaulenden Essensresten auf den Straßen.

Der unbefristete Streik der Straßenkehrer sorgt dafür, dass Spaniens Metropole unter einer wachsenden Decke von Abfall versinkt. „Madrid ist derzeit die größte Müllkippe Spaniens“, kommentierte die Tageszeitung „La Vanguardia“.

Unter Polizeischutz versuchen einige einsame Straßenkehrer, die zum Notdienst verdonnert wurden, wenigstens das Herz der Hauptstadt einigermaßen sauber zu halten. Radikale Streikposten der Gewerkschaften tun alles, um die Aufräumarbeiten zu behindern: Arbeitende Kollegen werden angegriffen, Kehrwagen stehen mit platten Reifen im Depot, Abfallbehälter werden umgestürzt oder angezündet.

Mehr als 1000 Mitarbeitern der Straßenreinigung droht Kündigung

„Das ist erst der Anfang“, drohen die Gewerkschaften, die mit dem unbefristeten Aufstand gegen Massenentlassungen beim privatisierten Straßenreinigungsdienst kämpfen.

Mehr als 1000 der rund 6000 Mitarbeiter der Stadtreinigung sollen gefeuert werden. Hintergrund sind radikale Budgetkürzungen der Stadt Madrid, welche mit mehr als sieben Milliarden Euro Miesen die höchstverschuldete Kommune Spaniens ist. Die privaten Reinigungsfirmen bekommen weniger Geld und setzten eine Kündigungswelle in Gang.

Der konservative Regierungschef Mariano Rajoy verspricht zwar für 2014 ein moderates Wirtschaftswachstum. Doch mit einer Arbeitslosenquote von rund 26 Prozent gehört Spanien immer noch zu den EU-Schlusslichtern.

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