Ein Kommentar von Stefan Küper.
Ein Kommentar von Stefan Küper.

Ein Kommentar von Stefan Küper.

Ein Kommentar von Stefan Küper.

Im Schock über die mehrtägigen Krawalle droht der britischen Regierung jedes Maß abhanden zu kommen. Sicher ist es notwendig und richtig, die Täter zügig und hart zu bestrafen – auch, um etwaige Nachahmer abzuschrecken.

Aber der Rauswurf ganzer Familien aus ihren Sozialwohnungen ist aus drei Gründen falsch: Erstens gibt es in einem Rechtsstaat aus guten Gründen keine Sippenhaft. Zwar sind Eltern für das Handeln ihrer minderjährigen Kinder mitverantwortlich, das macht sie aber nicht zu Straftätern.

Zweitens müssen Kriminelle mit den Instrumenten der Strafgesetze zur Verantwortung gezogen werden, nicht mit zweifelhaften sozialpolitischen „Erziehungsmaßnahmen“.

Und drittens verschärft man mit solchen Schritten noch die tieferen Ursachen der Krawalle. Die britische Unterschicht wird noch ärmer, marktübliche Mieten gerade im Großraum London wird sie sich nicht leisten können.

Was will Cameron damit erreichen? Kurzfristig mag er die brodelnde Volksseele beruhigen. Langfristig häuft er neuen sozialen Sprengstoff an.

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