Eine Kranzniederlegung, ein Konzert, Proteste: Während in Washington alles auf Trumps Amtseinführung zustrebt, verabschiedet sich Obama in seiner letzten Pressekonferenz als US-Präsident - sichtlich besorgt um sein Vermächtnis.

Obamas abschließende Pressekonferenz
Der scheidende US-Präsident Barack Obama hat im Weißen Haus in Washington seine letzte Pressekonferenz gegeben.

Der scheidende US-Präsident Barack Obama hat im Weißen Haus in Washington seine letzte Pressekonferenz gegeben.

Pablo Martinez Monsivais

Der scheidende US-Präsident Barack Obama hat im Weißen Haus in Washington seine letzte Pressekonferenz gegeben.

Washington. Letzter Tag vor der Machtübergabe im Weißen Haus: Mit einer Kranzniederlegung auf dem Soldatenfriedhof in Arlington und dem Besuch von Konzerten und Festen stimmt sich Donald Trump auf seine Amtseinführung als US-Präsident ein. Begleitet wird der Donnerstag von mehreren Protestveranstaltungen. Die Hauptstadt wird zunehmend stark abgesichert.

Am Tag nach der Amtseinführung werden in Washington 200 000 Menschen zu einem Protestmarsch erwartet. Der scheidende US-Präsident Barack Obama hatte an seinem drittletzten Tag im Amt deutliche Sorgen um sein Vermächtnis erkennen lassen. Mit einer nachdrücklichen Unterstützung der zentralen Rolle von Medien für eine funktionierende Demokratie verabschiedete er sich von den Journalisten. „Amerika braucht Sie, und die Demokratie braucht Sie“, sagte Obama am Mittwoch.

Er hoffe sehr, dass die faktenbasierte und kritische Arbeit der Medien auch künftig fortgesetzt werden könne. „Sie hier im Gebäude zu haben, macht uns aufrichtiger und lässt uns härter arbeiten“, sagte Obama. Seinem viel kritisierten Nachfolger schrieb Obama ins Stammbuch: „Die Realität hat es an sich, zurückzuschlagen, wenn Du sie nicht ausreichend beachtest.“ Später sagte er: „Dieser Job hat eine solches Ausmaß, den kann man nicht alleine machen.“

Das sei der vermutlich beste Rat, den er Trump geben könne. Problematisch sei es, wenn man sich isoliert fühle oder die Mitarbeiter nur noch das weitergäben, was man hören wolle. „Dann beginnt man, Fehler zu machen.“ Obama sagte, er wolle sich in die aktuelle Politik künftig nur einmischen, wenn er den Eindruck gewinne, dass fundamentale Werte der Vereinigten Staaten verletzt würden, etwa beim Umgang mit Rassenfragen oder Zuwandererkindern.

Obama mahnte, die USA müssten ihre Vorbildfunktion in Sachen Demokratie und Menschenrechte fortsetzen. Sie seien hier sicher nicht perfekt, aber meistens auf der richtigen Seite gewesen. 

 

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