Der ehemalige israelische Regierungschef Ariel Scharon liegt nach einem Schlaganfall seit dem 4. Januar 2006 im Koma. Foto: Kevin Frayer/Archiv
Der ehemalige israelische Regierungschef Ariel Scharon liegt nach einem Schlaganfall seit dem 4. Januar 2006 im Koma. Foto: Kevin Frayer/Archiv

Der ehemalige israelische Regierungschef Ariel Scharon liegt nach einem Schlaganfall seit dem 4. Januar 2006 im Koma. Foto: Kevin Frayer/Archiv

dpa

Der ehemalige israelische Regierungschef Ariel Scharon liegt nach einem Schlaganfall seit dem 4. Januar 2006 im Koma. Foto: Kevin Frayer/Archiv

Tel Aviv (dpa) - Der frühere israelische Ministerpräsident Ariel Scharon, der seit sieben Jahren im Koma liegt, hat laut Ärzten überraschend bedeutende Hirnaktivitäten gezeigt.

Bei einer Untersuchung in der vergangenen Woche hätten Teile seines Gehirns auf Bilder und Stimmen von Familienangehörigen reagiert, meldete der israelische Fernsehsender Arutz 2 auf seiner Webseite. Die Ergebnisse der Magnetresonanztomographie (MRT) bedeuteten jedoch nicht automatisch, dass die Heilungschancen des 84-Jährigen nun besser seien, hieß es gleichzeitig.

«Wir haben ihm einige Bilder gezeigt und die zuständigen Gebiete in seinem Gehirn haben wirklich so reagiert, wie sie sollten», sagte Martin Monti, Gehirnexperte aus den USA. «Wir haben ihm auch einige Geräusche und einige Sätze vorgespielt, die sein Sohn Gilad gesagt hat, und die Aktivität wiederholte sich.»

Ein anderer Experte dämpfte jedoch die Erwartungen. «Diese Reaktion sagt noch gar nichts über ein Bewusstsein aus», sagte Zvi Ganel von der Psychologie-Abteilung der Universität Beerschewa. Man könne jedoch nicht ausschließen, dass er etwas versteht. Weitere Untersuchungen seien notwendig.

Der Ex-Regierungschef hatte auf dem Höhepunkt seiner Macht und Popularität in Israel einen Schlaganfall erlitten. Seit dem 4. Januar 2006 liegt er im Koma.

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