Staatschef einiger südamerikanischer Länder. Morales (2.v.r.) sprach mit ihnen über seine Zwanglandung in Wien. Foto: Presidency of Argentina
Staatschef einiger südamerikanischer Länder. Morales (2.v.r.) sprach mit ihnen über seine Zwanglandung in Wien. Foto: Presidency of Argentina

Staatschef einiger südamerikanischer Länder. Morales (2.v.r.) sprach mit ihnen über seine Zwanglandung in Wien. Foto: Presidency of Argentina

dpa

Staatschef einiger südamerikanischer Länder. Morales (2.v.r.) sprach mit ihnen über seine Zwanglandung in Wien. Foto: Presidency of Argentina

Madrid (dpa) - Spanien will sich in der Affäre um den von mehreren europäischen Ländern verursachten Zwangsstopp der bolivianischen Präsidentenmaschine in Wien auf keinen Fall entschuldigen.

«Es gibt keinen Grund für irgendeine Entschuldigung an Bolivien», erklärte Außenminister José Manuel García-Margallo. In Spanien sei man davon ausgegangen, dass sich der von USA wegen Spionage per Haftbefehl gesuchte Geheimdienstspezialist Edward Snowden an Bord befunden habe.

Morales hatte am Dienstagabend wegen verweigerter Überflugrechte auf dem Rückweg von Moskau nach La Paz ungeplant in Wien zwischenlanden müssen. Er konnte erst am Mittwochmorgen weiterfliegen, nachdem die Behörden Boliviens klargestellt hatten, dass Snowden nicht an Bord des Flugzeugs war.

Nach dem Vorfall forderten mehrere südamerikanische Länder in einer gemeinsamen Erklärung von Italien, Frankreich, Portugal und Spanien eine öffentliche Entschuldigung. Spanien wurde als frühere Kolonialmacht besonders scharf kritisiert. Der ehemalige CIA-Mitarbeiter Snowden, der Ecuador um Asyl ersucht hatte, soll sich seit rund zwei Wochen im Transitbereich des Moskauer Flughafens Scheremetjewo aufhalten.

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