Barack Obama und seine Frau Michelle umarmen sich auf der Bühne des McCormick Place. Foto: Charles Rex Arbogast
Barack Obama und seine Frau Michelle umarmen sich auf der Bühne des McCormick Place. Foto: Charles Rex Arbogast

Barack Obama und seine Frau Michelle umarmen sich auf der Bühne des McCormick Place. Foto: Charles Rex Arbogast

US-Präsident Barack Obama verlässt die Air Force One. Nach acht Jahren im Amt verabschiedet sich der US-Präsident von den Amerikanern. Foto: Alex Brandon

US-Präsident Barack Obama wischt sich Tränen aus dem Gesicht. Foto: Charles Rex Arbogast

Der scheidende US-Präsident steigt mit seiner Frau aus der Air Force One. Foto: Paul Beaty

Michelle Obama und Tochter Malia lehnen während der Abschiedsrede die Köpfe aneinander. Foto: Pablo Martinez Monsivais

US-Präsident Barack Obama hat in Chicago nach acht Jahren Amtszeit seine Abschiedsrede gehalten. Foto: Zbigniew Bzdak

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Barack Obama und seine Frau Michelle umarmen sich auf der Bühne des McCormick Place. Foto: Charles Rex Arbogast

Chicago (dpa) - US-Präsident Barack Obama hat sich mit einer engagierten und emotionsgeladenen Rede nach acht Jahren im Weißen Haus von seinen Landsleuten verabschiedet.

«Es war die größte Ehre meines Lebens, Euch zu dienen», sagte er. Obama rief die Amerikaner auf, als aktive Bürger die Zukunft mitzugestalten. Gleichzeitig forderte der erste schwarze Präsident der US-Geschichte dazu auf, die Unterschiede zwischen Schwarzen und Weißen in den USA endgültig zu beseitigen.

«Wir sind noch nicht dort, wo wir hin wollen», sagte Obama in Chicago vor Tausenden Zuhörern. «Alle haben noch Arbeit zu leisten.» Das gelte nicht nur für die weiße Bevölkerungsmehrheit. Auch die Schwarzen müssten hinschauen und zuhören und anerkennen, dass die weiße Mittelschicht ihre Probleme habe. «Wir müssen in die Haut des anderen schlüpfen», sagte er. «Große Ungleichheit unterhöhlt unsere demokratischen Ideale.»

Obama richtete während seiner Abschiedsrede emotionale Worte an seine Ehefrau Michelle, seine beiden Töchter sowie an Vizepräsident Joe Biden, den er als «Bruder» bezeichnete. «Dich habe ich erstes nominiert und es war meine beste Entscheidung», sagte Obama vor den Augen des sichtlich gerührten Biden.

Obama widmete seine nach Angaben aus dem Weißen Haus selbst geschriebene Abschiedsrede der Demokratie, die es zu verteidigen gelte. «Wir können vorsichtig sein, aber wir dürfen uns nicht fürchten», rief er. Terroristen könnten Menschen töten, aber nicht ein Land wie Amerika in Gefahr bringen. Es sei denn, das Land lasse von seinen Werten ab. «Wir als Volk, mit den Mitteln unserer Verfassung, können eine bessere Union formen.» Demokratie sei aber kein Geschenk, sie müsse ständig neu geformt werden.

Politik sei zuallererst ein Wettstreit unterschiedlicher Ideen. «Wenn wir einander nicht zuhören, wenn wir aneinander vorbeireden, dann macht das Kompromisse und eine gemeinsame Basis unmöglich.» Probleme einfach totzuschweigen, verrate die Grundsätze der Verfassung.

Obama erwähnte die Errungenschaften seiner Präsidentschaft. Seine Regierung habe 20 Millionen mehr Menschen eine Sozialversicherung gebracht, den gefährlichsten Terroristen der Welt unschädlich gemacht und eine Atommacht Iran verhindert, ohne einen einzigen Schuss abzufeuern. «Amerika ist ein besserer Ort, als zu der Zeit, als wir angefangen haben», sagte er. «Ihr müsst die Werte hochhalten, die uns zu dem machen was wir sind», forderte Obama von seinen Landsleuten.

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