Richardson Dumel (l), Sprecher der Wahlbehörde, gibt in einem Restaurant in Petion Ville, Port-au-Prince die Ergebnisse der Präsidentenwahl bekannt.
Richardson Dumel (l), Sprecher der Wahlbehörde, gibt in einem Restaurant in Petion Ville, Port-au-Prince die Ergebnisse der Präsidentenwahl bekannt.

Richardson Dumel (l), Sprecher der Wahlbehörde, gibt in einem Restaurant in Petion Ville, Port-au-Prince die Ergebnisse der Präsidentenwahl bekannt.

Bewaffnete Polizisten stehen nicht nur in den Straßen von Petion Ville. Im ganzen Land brachen nach der Bekanntgabe des Ergebnisses Unruhen aus.

in Port-au-Prince errichteten wütende Wähler brennende Barrikaden.

Im Stadtteil Petion Ville begannen die Unruhen.

Michel Martelly, ein populärer Musiker, ist laut Wahlbehörde als Drittplatzierter aus dem Rennen.

Tausende Menschen haben in Haiti gegen die Niederlage des Präsidentschaftskandidaten Michel Martelly protestiert.

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Richardson Dumel (l), Sprecher der Wahlbehörde, gibt in einem Restaurant in Petion Ville, Port-au-Prince die Ergebnisse der Präsidentenwahl bekannt.

Port-au-Prince (dpa) - Die Unruhen nach den Wahlen in Haiti sind zu einem landesweiten Aufstand gegen die Regierung von Präsident René Preval eskaliert. Demonstranten zündeten am Mittwoch in Port-au-Prince und in anderen Städten und Ortschaften die Zentrale und Büros der Regierungspartei Inité an.

«Es ist ein totaler Aufstand», sagte ein Augenzeuge angesichts der Tausenden von protestierenden Menschen in den Straßen der Hauptstadt.

Überall wurden die Wahlplakate des Prevál-Kandidaten um die Präsidentschaft, Jude Celestin, von der wütenden Menschenmenge niedergerissen und verbrannt. Läden wurden geplündert. Weder die haitianische Polizei noch die im Lande stationierten Truppen der UN-Mission Minustah zeigten sich in der Lage, die Menge zu stoppen.

Die Menschen empören sich vor allem darüber, dass der populärste Präsidentschaftskandidat, der Musiker Michel Martelly, nach Angaben der Wahlbehörde aus dem Rennen um die Präsidentschaft ausgeschieden sein soll. Statt seiner soll Celestin im Januar in einer Stichwahl gegen Mirlande Manigat antreten, die im ersten Wahlgang die meisten Stimmen erhalten hat. Eine mehrfach angekündigte Ansprache Prévals an die Nation fand zunächst nicht statt.

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