Kubanisches Postamt
Den Bediensteten dieses kubanischen Postamts droht die Arbeitslosigkeit.

Den Bediensteten dieses kubanischen Postamts droht die Arbeitslosigkeit.

Baustelle in Havanna.

Selbst die Schuhmacher von Havanna sind beim Staat angestellt.

In einem vom Staat betriebenen Laden arbeiten Uhrmacher in Havanna.

Staatlicher Friseurladen in der kubanischen Hauptstadt.

Straßenfeger in Havanna: Kuba plant Massenentlassungen.

Auch die Taxifahrer in Havanna sind beim Staat angestellt.

Obstverkäufer im Staatsdienst von Kuba - auch er muss um seinen Job fürchten.

dpa, Bild 1 von 8

Den Bediensteten dieses kubanischen Postamts droht die Arbeitslosigkeit.

Havanna (dpa) - Im Rahmen ihrer Wirtschaftsreformen hat die kubanische Regierung bereits 75 000 Lizenzen für die Gründung von privaten Kleinbetrieben bewilligt. Weitere 8000 sind nach Regierungsangaben in der Bearbeitung. Das berichtete die Parteizeitung «Granma».

Ende des vergangenen Jahres hatte die Regierung mitgeteilt, dass bereits 80 000 Kubaner die Lizenz beantragt hätten. Die Regierung von Präsident Raúl Castro geht nach Angaben der Zeitung davon aus, dass in diesem Jahr weitere 100 000 Menschen beginnen werden, «auf eigene Rechnung» zu arbeiten.

Bereits seit einigen Wochen zeigen sich in den Straßen Havannas immer mehr Verkaufsstände mit Waren des täglichen Bedarfs. Nach Angaben des Arbeitsministeriums werden die meisten Existenzgründer mit Lebensmitteln handeln. Beliebt sei auch der Straßenverkauf von Musikdisketten sowie der Verkauf von Haushaltsgegenständen.

Die neuen Kleinunternehmen sollen viele hunderttausend Menschen in Arbeit und Brot bringen, die in den maroden Staatsbetrieben ihren Job verlieren werden. Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen rund 1,8 Millionen Angestellte im staatlichen Sektor entlassen werden.

Seit Anfang Oktober 2010 ist im Rahmen der «Aktualisierung des sozialistischen Modells» in Kuba die Gründung von privaten Kleinbetrieben in insgesamt 178 Berufen und Dienstleistungen erlaubt, unter anderem Friseure, Obst- und Gemüsehändler, Taxifahrer und Bauern.

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