Militär sagt Raketentest ab. Seoul warnt den Norden.

SOUTH KOREA NORTH KOREA TENSION
Die USA bemühen sich in der Korea-Krise um Deeskalation.

Die USA bemühen sich in der Korea-Krise um Deeskalation.

Jeon Heon-Kyun

Die USA bemühen sich in der Korea-Krise um Deeskalation.

Washington. Als Antwort auf immer neue Provokationen und Kriegsdrohungen Nordkoreas senden die USA ein Entspannungssignal nach Pjöngjang. Wegen des Korea-Konflikts verschob Washington einen für kommende Woche geplanten Test einer Interkontinentalrakete. Damit sollten mögliche Missverständnisse vermieden werden, sagte ein hoher Beamter des US-Verteidigungsministeriums nach Angaben des US-Senders CNN. Der Start der Rakete vom Typ Minuteman III war ursprünglich für Dienstag von einer Luftwaffenbasis in Kalifornien geplant.

Der seit langem geplante US-Raketentest habe nichts mit Korea zu tun, aber die USA hätten sich wegen der jüngsten Spannungen auf der koreanischen Halbinsel für die Verschiebung entschieden, sagte der US-Beamte weiter.

Deutsche Diplomaten bleiben in Pjöngjang

Südkorea warnte den Norden vor einem Angriff. „Wenn ein lokaler Krieg ausbricht, muss Nordkorea mit schwerer Vergeltung rechnen“, sagte der Chef des Nationalen Sicherheitsrates, Kim Jang Soo. Südkorea geht nach den Worten Kims davon aus, dass Nordkorea am Mittwoch eine Rakete starten könnte. Jüngst hatte Pjöngjang die Botschafter mehrerer Länder vor möglichen Gefahren gewarnt. Im Falle eines Konflikts nach dem 10. April – also Mittwoch – könne die Sicherheit ausländischer Diplomaten nicht mehr sichergestellt werden. Trotzdem bleiben die Diplomaten vorerst in Pjöngjang, auch die deutschen. dpa

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