Helfer tragen in der Hauptstadt Amman Wahlurnen in eine als Wahllokal genutzte Schule. Foto: Jamal Nasrallah
Helfer tragen in der Hauptstadt Amman Wahlurnen in eine als Wahllokal genutzte Schule. Foto: Jamal Nasrallah

Helfer tragen in der Hauptstadt Amman Wahlurnen in eine als Wahllokal genutzte Schule. Foto: Jamal Nasrallah

dpa

Helfer tragen in der Hauptstadt Amman Wahlurnen in eine als Wahllokal genutzte Schule. Foto: Jamal Nasrallah

Istanbul/Amman (dpa) - Begleitet von Boykottaufrufen der Islamisten wählen die Jordanier ein neues Parlament. «Protest ist keine Strategie», erklärten einige der Wähler, die am Mittwochmorgen zu den Urnen gingen.

Von den rund drei Millionen Wahlberechtigten hatten sich trotz der Boykottkampagne der Muslimbrüder rund 2,3 Millionen für die vorgezogenen Neuwahlen registrieren lassen.

Es ist die erste Wahl in dem Königreich seit dem Beginn des Arabischen Frühlings vor zwei Jahren, der auch in Jordanien eine Welle von Protesten nach sich gezogen hatte. Um seine Kritiker zu besänftigen, hatte König Abdullah II. vor einigen Tagen erklärt, die Abgeordneten hätten künftig das Recht, den Regierungschef und die Mitglieder seines Kabinetts zu bestimmen. Allerdings soll dies «in Abstimmung» mit dem Herrscher geschehen, der bislang alleine den Ministerpräsidenten ausgewählt hatte.

Die von den Muslimbrüdern gegründete Islamische Aktionsfront ist die wichtigste Partei des Landes. Sie begründet ihren Boykott damit, dass die Königstreuen durch das Wahlgesetz im Vorteil seien. Außerdem fordern sie eine Verfassungsänderung, die dem Parlament mehr Kompetenzen einräumt.

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