Gilad Erdan und Benjamin Netanyahu
Gilad Erdan (l), Minister für strategische Angelegenheiten und innere Sicherheit, neben Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in Jerusalem. Foto: Gali Tibbon/AFP POOL/Archiv

Gilad Erdan (l), Minister für strategische Angelegenheiten und innere Sicherheit, neben Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in Jerusalem. Foto: Gali Tibbon/AFP POOL/Archiv

dpa

Gilad Erdan (l), Minister für strategische Angelegenheiten und innere Sicherheit, neben Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in Jerusalem. Foto: Gali Tibbon/AFP POOL/Archiv

Jerusalem (dpa) - Israel will Aktivisten von Organisationen, die zu einem Israel-Boykott aufrufen, künftig die Einreise verweigern.

Das Ministerium für strategische Angelegenheiten veröffentlichte eine Liste von rund 20 Organisationen, die der Boykottbewegung BDS gegen Israel angehören, wie israelische Medien berichteten. Die internationale Bewegung setzt sich für Sanktionen und einen Boykott Israels wegen der Palästinenserpolitik ein.

Den Berichten zufolge ist auch die deutsche BDS-Kampagne unter den genannten Organisationen. Außerdem sind die Friends of Al-Aqsa (FOA) aus Europa und aus den USA Code Pink und die Jewish Voice for Peace (JVP) aufgelistet.

«Wir sind von der Defensive in die Offensive gegangen», erklärte Gilad Erdan, Minister für strategische Angelegenheiten und innere Sicherheit, den Angaben zufolge. «Die Boykott-Organisationen müssen wissen, dass der Staat Israel sie stoppen und ihre Vertreter daran hindern wird, in das Land einzureisen und den Bürgern zu schaden.»

Pink-Floyd-Star Roger Waters gilt als einer der zentralen Unterstützer der BDS-Bewegung. Zuletzt hatte die neuseeländische Popsängerin Lorde auf Druck pro-palästinensischer Aktivisten ein im Sommer geplantes Konzert in Tel Aviv abgesagt.

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