Reaktionen auf die Einladung sind zurückhaltend.

Teheran. Der Iran hat die Einladung zum Besuch seiner Atomanlagen auf alle fünf Staaten des Weltsicherheitsrates sowie Deutschland ausgeweitet. Man wolle die sechs an den Nukleargesprächen beteiligten Länder sowie einen Vertreter der Blockfreien Staaten und der EU einladen, teilte das iranische Außenministerium mit. Doch die Reaktionen sind verhalten. Man werde nur zu sehen bekommen, was der Iran zeigen will, hieß es Dienstag von Diplomaten in Wien. Das Land solle lieber besser mit den Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA zusammenarbeiten, so die Forderung.

Mit der 5+1-Gruppe hatte das islamische Land zuletzt Anfang Dezember in Genf über sein umstrittenes Atomprogramm gesprochen.

Fehlende Transparenz des Atomprogramms seit Jahren beklagt

Die IAEA wollte die Besichtigungstour nicht kommentieren. Dies sei eine Verhandlungssache zwischen den Staaten, hieß es. Die UN-Behörde mit Sitz in Wien beklagt seit Jahren die fehlende Transparenz des iranischen Atomprogramms und die mangelnde Kooperation des Landes.

Viele Länder der Welt verdächtigen den Iran, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Atomenergie an Nuklearwaffen zu arbeiten. Teheran bestreitet das, kommt aber auch der Aufforderung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen zum Stopp der Urananreicherung nicht nach.

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