Tausende Menschen verlassen das umstrittene Gebiet.
Tausende Menschen verlassen das umstrittene Gebiet.

Tausende Menschen verlassen das umstrittene Gebiet.

Ein verletzter Thailänder wird nach einem Gefecht in ein Hospital gebracht.

Geflohene Dorfbewohner haben in einem Notlager in Thailand Unterkunft gefunden.

Ein gefangener Soldat aus Thailand (Mitte) zwischen Armeeangehörigen aus Kambodscha.

Umkämpftes Heiligtum: Kambodschanische Soldaten besuchen mit ihren Familien den Preah Vihear Tempel an der kambodschanisch-thailändischen Grenze. (Archivbild)

Thailändische Grenzpolizisten inspizieren eine bei den Kämpfen verwüsteten Klassenraum.

Ein verletzter thailändischer Soldat wird behandelt.

Kambodschas Regierungschef Hun Sen in Phnom Penh. Das Gebiet des umkämpften Tempels war Kambodscha zugesprochen worden.

Kambodschanische Dorfbewohner fliehen aus dem umkämpften Gebiet.

Ein brennendes Haus im umkämpften Gebiet zwischen Thailand und Kambodscha.

dpa, Bild 1 von 10

Tausende Menschen verlassen das umstrittene Gebiet.

Bangkok/Phnom Penh (dpa) - Der seit Jahren schwelende Grenzstreit zwischen Thailand und Kambodscha ist neu aufgeflammt.

Nach neuem Artilleriebeschuss in der Umgebung des umstrittenen Preah-Vihear-Tempels waren am Montag auf thailändischer Seite rund 15 000 Menschen auf der Flucht, wie der Gouverneur der Provinz Si Saket, Suwan Sujalit, berichtete. Die Nachbarländer streiten seit Jahrzehnten um den genauen Grenzverlauf an dem Tempel 450 Kilometer nordöstlich von Bangkok.

Seit dem Wochenende kamen auf beiden Seiten mindestens fünf Menschen ums Leben, darunter auch zwei Zivilisten. Mehrere Dutzend wurden verletzt. Beide Seiten machten sich gegenseitig für den Ausbruch der jüngsten Gewalt am Freitag verantwortlich. Ein Übereinkommen zum Waffenstillstand scheiterte am Wochenende.

Am Montagmorgen flogen nach Angaben der kambodschanischen Regierung erneut Artilleriegeschosse. Kambodscha warf der thailändischen Armee vor, am Sonntag eine Wand des Hindu-Tempels aus dem 11. Jahrhundert beschädigt zu haben. «Thailand wird weiter schießen, solange die Kambodschaner auf uns schießen», sagte Armeesprecher Sansern Keowkhamnerd.

Der kambodschanische Regierungschef Hun Sen hatte den UN-Sicherheitsrat am Samstag angerufen, «um die thailändische Aggression zu stoppen». Frieden und Stabilität in der Region seien ernsthaft gefährdet. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief beide Seiten zur Zurückhaltung auf und drängte auf eine Lösung des Konflikts im friedlichen Dialog.

Der UN-Sicherheitsrat forderte von beiden Ländern eine Waffenruhe. Der Sicherheitsrat erwäge eine Sondersitzung, wenn es zu keiner Einigung komme, sagte die brasilianische UN-Botschafterin Maria Luiza Ribeiro Viotti, die in diesem Monat das mächtigste UN-Gremium führt.

Thailand lehnt eine internationale Einmischung dagegen ab. «Thailand bleibt dabei, dass das Problem am besten in den bereits bestehenden bilateralen Verhandlungsforen gelöst wird», sagte der Sprecher des Außenministeriums, Thani Thongphakdi.

In der Umgebung des Tempels sind seit einer Eskalation 2008 tausende kambodschanische und thailändische Truppen stationiert. Auslöser des Konflikts war die Entscheidung der UN-Kulturorganisation Unesco, den Tempel, der in Thailand als Phra-Viharn-Tempel bekannt ist, zum Weltkulturerbe zu erklären. Thailand hatte scharf dagegen protestiert. Seitdem kam es immer wieder zu Scharmützeln.

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