Dehniger, Jürgen JD

Die nächsten Tage werden für den alten und vermutlich neuen Regierungschef in Israel kein Vergnügen. Benjamin Netanjahu muss nach der krachenden Wahlniederlage auf die Suche nach Koalitionspartnern gehen und wird dabei Zugeständnisse machen müssen. Die dürften für den Politstrategen bitter werden: Nach innen und außen nur den Haudrauf zu markieren, wird künftig nicht mehr ausreichen.

Innenpolitisch muss Netanjahu nun versuchen, die gesellschaftliche Mitte einzubinden. Dies kann nur in einer möglichst breiten Koalition funktionieren. Ob dies gelingt oder nicht, wird zweifellos Auswirkungen auf das wichtigste außenpolitische Thema haben. Frieden in der Region kann es nur geben, wenn es Frieden in Israel gibt. Das ist die Messlatte für Netanjahu.

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