OSZE-Beobachter in Berlin
Ursula von der Leyen begrüßt die freigelassenen OSZE-Mitarbeiter in Berlin-Tegel. Foto: Bernd von Jutrczenka

Ursula von der Leyen begrüßt die freigelassenen OSZE-Mitarbeiter in Berlin-Tegel. Foto: Bernd von Jutrczenka

Endlich frei! Erschöpft geben die freigelassenen OSZE-Beobachter ein Interview. Foto: Robin Koskas

Mitglieder der OSZE Beobachtermission in der Ukraine sitzen in Slaviansk bei einer Pressekonferenz. Foto: Igor Kovalenko/Archiv

dpa, Bild 1 von 3

Ursula von der Leyen begrüßt die freigelassenen OSZE-Mitarbeiter in Berlin-Tegel. Foto: Bernd von Jutrczenka

Moskau/Berlin (dpa) - Nach acht Tagen Geiselhaft sind die in der Ostukraine festgesetzten OSZE-Militärbeobachter wieder frei. Die Männer, unter ihnen vier Deutsche, landeten am Samstagabend an Bord einer Bundeswehr-Maschine in Berlin.

Der Leiter der Beobachtermission, der deutsche Oberst Axel Schneider, äußerte sich erleichtert. «Von uns fällt im Moment ein beträchtlicher Druck», sagte Schneider bei einem Zwischenstopp in Kiew. «Die Anspannung war enorm.»

Erschöpft
Ursula von der Leyen begrüßt die freigelassenen OSZE-Mitarbeiter in Berlin-Tegel. Foto: Bernd von Jutrczenka

Ursula von der Leyen begrüßt die freigelassenen OSZE-Mitarbeiter in Berlin-Tegel. Foto: Bernd von Jutrczenka

Endlich frei! Erschöpft geben die freigelassenen OSZE-Beobachter ein Interview. Foto: Robin Koskas

Mitglieder der OSZE Beobachtermission in der Ukraine sitzen in Slaviansk bei einer Pressekonferenz. Foto: Igor Kovalenko/Archiv

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Endlich frei! Erschöpft geben die freigelassenen OSZE-Beobachter ein Interview. Foto: Robin Koskas

Parallel eskalierte in der Ukraine die Gewalt: In den östlichen Städten Kramatorsk und Slawjansk gab es bei Kämpfen ukrainischer Truppen mit moskautreuen Aktivisten mehrere Tote. Im südukrainischen Odessa waren bei Straßenschlachten und einem durch Brandbomben verursachten Hausbrand am Freitag mindestens 46 Menschen gestorben und mehr als 210 wurden verletzt.

Die prorussischen Separatisten in Slawjansk hatten ihre Geiseln am Samstag dem Kreml-Sondergesandten Wladimir Lukin übergeben. Außerhalb der Stadt nahm der Generalsekretär des Europarats, Thorbjørn Jagland, die Männer in Empfang. Freigelassen wurden vier Deutsche, ein Däne, ein Pole, ein Tscheche sowie fünf ukrainische Soldaten, die als Begleiter dabei waren. Ein chronisch kranker Schwede war schon vor einigen Tagen freigekommen.

OSZE-Beobachter
Ursula von der Leyen begrüßt die freigelassenen OSZE-Mitarbeiter in Berlin-Tegel. Foto: Bernd von Jutrczenka

Ursula von der Leyen begrüßt die freigelassenen OSZE-Mitarbeiter in Berlin-Tegel. Foto: Bernd von Jutrczenka

Endlich frei! Erschöpft geben die freigelassenen OSZE-Beobachter ein Interview. Foto: Robin Koskas

Mitglieder der OSZE Beobachtermission in der Ukraine sitzen in Slaviansk bei einer Pressekonferenz. Foto: Igor Kovalenko/Archiv

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Mitglieder der OSZE Beobachtermission in der Ukraine sitzen in Slaviansk bei einer Pressekonferenz. Foto: Igor Kovalenko/Archiv

Oberst Schneider berichtete, in den vergangenen Tagen habe es für das OSZE-Team eine «ständig steigende Bedrohung» gegeben. Nach Beginn der Offensive von Regierungseinheiten gegen die prorussischen Separatisten «kam sprichwörtlich das Feuer von Handwaffen und von Artillerie immer näher. Und wir waren hier zur Untätigkeit verurteilt».

Der Sondergesandte des Kremls, Lukin, betonte, dass die «Volksmiliz» in Slawjansk die Männer als «edle Geste» freigelassen und auf einen Austausch gegen inhaftierte Gesinnungsgenossen verzichtet habe. Im Gegenzug solle die Führung in Kiew nun ihre am Freitag gestartete Militäroffensive in der Region Donezk gegen die moskautreuen Separatisten abbrechen.

Besonders schwere Kämpfe tobten am Samstag in der Stadt Kramatorsk, etwa 20 Kilometer südlich von Slawjansk. Ein Fernsehturm sowie mehrere Straßensperren seien wieder in der Hand der Regierungstruppen, berichtete der ukrainische Innenminister Arsen Awakow. Bei der Offensive seien mindestens 6 Separatisten getötet und 15 verletzt worden, hieß es in Kiew.

Die Regierungseinheiten hätten nach zweitägigen Kämpfen fast alle besetzten Verwaltungsgebäude von den Protestführern geräumt, teilte die Führung in Kiew mit. Ein Sprecher der moskautreuen «Volksmilizen» bestätigte, dass in Kramatorsk nur noch eine Behörde in der Hand der Separatisten sei.

Die Aktivisten würden sich nun in Slawjansk mit Barrikaden auf weitere Angriffe der Sicherheitskräfte vorbereiten, teilte einer der Sprecher der Separatisten mit.