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WZ-Redakteur Christoph Lumme

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WZ-Redakteur Christoph Lumme

Das Konzept einer Freitod-Klinik wirft Fragen auf: Wer soll verhindern, dass Kranke unter Druck gesetzt werden, den Freitod zu wählen, um nicht Angehörigen zur Last zu fallen? Wer soll verhindern, dass Ärzte Menschen in akuten Lebenskrisen übereilt ihre Todessehnsucht erfüllen?

Bei aller Skepsis jedoch sollte niemand den niederländischen Vorstoß als „Coffeeshop des Todes“ diffamieren, wie die Deutsche Hospiz-Stiftung dies tut. Denn die Tatsache, dass Zehntausende dieses Thema zu ihrem Anliegen machen, hängt nicht in erster Linie mit einem aus allen christlichen Bezügen gefallenen Ideal der absoluten Selbstbestimmung zusammen. Die Bewegung ist vor allem eine Reaktion auf das ethische Vakuum, das die moderne Medizin hinterlässt. Es geht um die Angst, angeschlossen an High-Tech-Apparate nicht sterben zu dürfen. Wir werden im Umgang mit dem Tod neue Wege beschreiten müssen. Es geht um die Würde des Menschen.

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