Mitt Romney kann sich nicht von seinen Mitbewerbern absetzen. Am Dienstag wird in zehn weiteren US-Staaten gewählt.

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Favorit Mitt Romney ist noch lange nicht durch. Drei weitere Anwärter sind ihm im Rennen um die Präsidentschafts-Kandidatur für die Republiker noch auf den Fersen.

Favorit Mitt Romney ist noch lange nicht durch. Drei weitere Anwärter sind ihm im Rennen um die Präsidentschafts-Kandidatur für die Republiker noch auf den Fersen.

Michael Reynolds

Favorit Mitt Romney ist noch lange nicht durch. Drei weitere Anwärter sind ihm im Rennen um die Präsidentschafts-Kandidatur für die Republiker noch auf den Fersen.

Washington. Zwei Monate nach der ersten Wählerversammlung im US-Staat Iowa ist weiter völlig unklar, welcher Republikaner im Herbst US-Präsident Barack Obama herausfordern wird. An diesem „Super Tuesday“ (Super-Dienstag) könnte sich das Bewerberfeld zwar weiter lichten. Doch der Sieger des Vorwahlmarathons wird auch dann voraussichtlich nicht feststehen.

Rick Santorum ist der größte Konkurrent für Mitt Romney

Eigentlich war mit einem Durchmarsch von Mitt Romney gerechnet worden, der sich nach dem „Super Tuesday“ ausschließlich auf das Duell mit Obama hätte konzentrieren können. Doch drei weitere Anwärter bleiben Romney überraschend auf den Fersen.

Vorwahlen USA: Super Tuesday
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Newt Gingrich, der frühere Sprecher des US-Repräsentantenhauses, dürfte am Dienstag problemlos seinen Heimatstaat Georgia gewinnen. Seine Chancen auf die Nominierung sind aber ebenso gering wie die des 76-jährigen Querdenkers Ron Paul. Gefährlich werden könnte Romney allerdings der erzkonservative Rick Santorum (53). Er hat bereits vier Vorwahlen gewonnen, und im Industriestaat Ohio, der mit 66 Delegierten als „großer Preis“ des „Super Tuesday“ angesehen wird, liegt der frühere Senator aus Pennsylvania in den Umfragen vor seinen Kontrahenten.

Romney ist Vielen zu moderat, Santorum den Anderen zu rechts

Wenig deutet daraufhin, dass der Marathon frühzeitig entschieden werden kann. Zwar scheint Romney auf Papier der „perfekte Kandidat“ zu sein. Er hat erfolgreich Karriere sowohl in der Politik als auch in der Privatwirtschaft gemacht, ist redegewandt, und vertritt sozial- und wirtschaftspolitisch moderate Positionen. Bisher aber ist es dem Multimillionär nicht gelungen, die Sympathien breiter Wählerschichten zu gewinnen. Santorum hingegen steht vor einer anderen Herausforderung: Mit seinen teilweise radikal anmutenden Positionen gewinnt er zwar die Sympathien der Christlich-Konservativen, ist aber den Moderaten schlichtweg zu rechts.

Santorum lehnt Abtreibung ab und verneint die Erderwärmung

Santorum bestreitet die Erderwärmung und sagt mit Blick auf die heimische Ölförderung: „Wir müssen bohren, bohren, bohren.“ Er lehnt Abtreibung kategorisch ab, selbst bei Fällen von Vergewaltigung und Inzest. Auch will er Eheschließungen zwischen Gleichgeschlechtlichen rückwirkend auflösen.

Im Rennen um die Kandidatur für die Präsidentenwahl sind weiter vier Republikaner (Foto): Newt Gingrich (o.l.), Rick Santorum (o.r.), der Favorit, Mitt Romney (u.l.), sowie Ron Paul (u.r.).

In zehn US-Staaten entscheiden am Dienstag Wähler, welchen republikanischen Kandidaten sie ins Rennen gegen Barack Obama schicken wollen. In einigen Staaten dürfen nur eingetragene Republikaner ihre Stimme abgeben, bei anderen „offenen Vorwahlen“ sind auch Demokraten wahlberechtigt.

Wer bei dem republikanischen Parteikonvent, der Ende August in Tampa (Florida), stattfindet, zum Präsidentschaftskandidaten nominiert werden will, benötigt  mindestens 1144 Delegiertenstimmen. Allein am „Super Tuesday“ werden 437 dieser Stimmen verteilt, mehr als bei den ersten zwölf Vorwahlen zusammen, die bisher stattfanden.

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