Auf der Halbinsel proben pro-russische Kräfte den Aufstand. Westen mahnt Kreml zur Zurückhaltung.

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Demonstranten marschierten Donnerstag mit der russischen Flagge durch Simferopol auf der Krim.

Demonstranten marschierten Donnerstag mit der russischen Flagge durch Simferopol auf der Krim.

Reuters

Demonstranten marschierten Donnerstag mit der russischen Flagge durch Simferopol auf der Krim.

Kiew. Nach dem Machtwechsel in der Ukraine spitzt sich die Situation auf der Halbinsel Krim zu: Bewaffnete besetzten Donnerstag die Gebäude von Regionalregierung und Parlament in Simferopol. Die pro-russische Volksvertretung sprach sich für eine Volksbefragung über den künftigen Status der autonomen Region aus.

Die neue Übergangsregierung in Kiew warnte ihren Nachbarn Russland vor Truppenbewegungen auf der Krim, die vor 60 Jahren der Ukraine zugeschlagen worden war. Interimspräsident Alexander Turtschinow sagte: Sollten sich Soldaten der Schwarzmeerflotte in Sewastopol unangemeldet außerhalb der in Abkommen festgelegten Zonen bewegen, werde dies als „militärische Aggression“ gewertet. Die Mehrheit der Krim-Bewohner sind ethnische Russen.

Janukowitsch offenbar nach Russland geflohen

Auch die USA forderten Russland zur Zurückhaltung auf. Verteidigungsminister Chuck Hagel sagte, die Vereinigten Staaten würden die Militär-Übungen an der ukrainischen Grenze sehr genau beobachten.

Der abgesetzte ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch hat derweil offenbar Zuflucht auf russischem Territorium gefunden. Russische Agenturen meldeten, dessen Bitte um persönlichen Schutz sei entsprochen worden. In Kiew wählte das Parlament Arseni Jazenjuk zum neuen ukrainischen Regierungschef. Er ist Gefolgsmann von Ex-Ministerpräsidentin Timoschenko. Red

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