Dakar (dpa) - Verteidigungsminister Thomas de Maizière wird heute zum ersten Mal die geplante EU-Ausbildungsmission im westafrikanischen Krisenland Mali besuchen. Dies kündigte der Minister am Sonntagabend bei einem Zwischenstopp im Nachbarland Senegal an.

Zugleich äußerte de Maizière die Einschätzung, dass der Einsatz länger dauern wird als die bislang geplanten 15 Monate. In Mali kämpfen französische Truppen seit Beginn des Jahres mit Unterstützung afrikanischer Einheiten gegen islamistische Rebellen.

Die Bundeswehr leistet mit vier Flugzeugen für den internationalen Einsatz bereits logistische Unterstützung. Dazu sind in Senegals Hauptstadt Dakar derzeit etwa 90 deutsche Soldaten stationiert. Vom nächsten Monat an will die Europäische Union auch bei der Ausbildung der malischen Streitkräfte helfen. Insgesamt schickt die EU dazu etwa 550 Soldaten. Die Bundeswehr beteiligt sich zunächst mit etwa 80 Soldaten an der Mission.

Auf die Frage nach der Dauer der Ausbildungsmission sagte de Maizière: «Ich verhehle nicht, dass ich zu Geduld mahne. Man kann nicht sehr komplizierte und schwierige malische Streitkräfte in zwölf bis 15 Monaten so in den Stand setzen, dass sie für die Sicherheit im eigenen Land sorgen.»

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