Der Verdächtige soll auch durch Deutschland gereist sein. Er kannte angeblich den Planer der Paris-Anschläge.

Die Terroranschläge des 13. November haben die westliche Welt verändert und eine Angst-Debatte ausgelöst.
Die Terroranschläge des 13. November haben die westliche Welt verändert und eine Angst-Debatte ausgelöst.

Die Terroranschläge des 13. November haben die westliche Welt verändert und eine Angst-Debatte ausgelöst.

dpa

Die Terroranschläge des 13. November haben die westliche Welt verändert und eine Angst-Debatte ausgelöst.

Rabat (AFP). In Marokko ist nach Regierungsangaben ein Belgier mit "direkten Verbindungen" zu den Attentätern von Paris festgenommen worden. Wie das marokkanische Innenministerium am Montag in Rabat mitteilte, handelt es sich um einen Belgier marokkanischer Abstammung. 
Er soll sich in Syrien der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen haben und auch kurz in Deutschland gewesen sein.

Nach Angaben des Innenministeriums wurde der Mann am Freitag in der Stadt al-Mohammadiya in der Nähe von Casablanca festgenommen. Seine Identität wurde nicht bekanntgegeben. Der Belgier soll gemeinsam mit einem der späteren Attentäter, der sich am 13. November vor dem Pariser Stade de France in die Luft sprengte, nach Syrien gereist sein.

In Syrien schloss er sich der Ministeriumserklärung zufolge zunächst der islamistischen Al-Nusra-Front und dann der IS-Miliz an, die sich zu den Anschlägen im November in Paris mit 130 Todesopfern bekannt hatte. In Syrien soll er ein Ausbildungslager durchlaufen und Kontakt zu IS-Kommandeuren hergestellt haben - unter ihnen auch "der Planer der Terroranschläge in der Hauptstadt" Frankreichs. Der Verdächtige soll schließlich aus Syrien über die Türkei, Deutschland, Belgien und die Niederlande nach Marokko gereist sein.

Bei den Anschlägen in Paris hatten mehrere Attentäter eine Reihe von Pariser Bars und Restaurants, den Konzertsaal Bataclan sowie die Fußballarena Stade de France attackiert, die meisten von ihnen sprengten sich in die Luft. Allein im Bataclan wurden 90 Menschen getötet. Mehrere Attentäter waren aus Belgien gekommen. Einer der mutmaßlichen Angreifer, der Belgier Salah Abdeslam, überlebte und ist seither auf der Flucht.

Der mutmaßliche Cheforganisator der Anschlagsserie, der Belgier Abeldhamid Abaaoud, war wenige Tage nach den Attentaten bei einer Razzia nördlich von Paris getötet worden. Marokkanische Geheimdienste hatten den französischen Ermittlern bei der Suche nach ihm geholfen. Abaaoud hatte marokkanische Wurzeln.

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