Syrische Demonstranten fordern vor den Vereinten Nationen ein Eingreifen der UN in ihrem Land. Foto: Chris Melzer/ Archiv
Syrische Demonstranten fordern vor den Vereinten Nationen ein Eingreifen der UN in ihrem Land. Foto: Chris Melzer/ Archiv

Syrische Demonstranten fordern vor den Vereinten Nationen ein Eingreifen der UN in ihrem Land. Foto: Chris Melzer/ Archiv

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Syrische Demonstranten fordern vor den Vereinten Nationen ein Eingreifen der UN in ihrem Land. Foto: Chris Melzer/ Archiv

New York (dpa) - Die Arabische Liga und die USA haben den Druck auf den UN-Sicherheitsrat zu einer aussagekräftigen Resolution gegen die Gewalt in Syrien erhöht.

«Es ist nun Zeit für die internationale Gemeinschaft, ihre Differenzen beizulegen und eine klare Botschaft der Unterstützung für das syrische Volk zu schicken», sagte US-Außenministerin Hillary Clinton. Die Syrer würden auf die Weltgemeinschaft hoffen. «Wir haben jetzt die Wahl: Stehen wir an der Seite des syrischen Volkes oder machen wir uns mitschuldig an weiterer Gewalt.» Bisher hat Russland jede Resolution gegen seinen engen Verbündeten Damaskus und das Regime von Baschar al-Assad blockiert.

«Das Töten in Syrien hat unglaubliche Ausmaße angenommen. Die Tötungsmaschine arbeitet ununterbrochen», sagte der Syrienbeauftragte der Arabischen Liga, Katars Regierungschef Scheich Hamad bin Dschasim al-Thani. Der Scheich warf der Regierung in Damaskus vor, immer wieder Entschließungen der Arabischen Liga nicht gefolgt zu sein.

Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Nabil al-Arabi, forderte vom Sicherheitsrat die schnelle Verabschiedung einer Resolution. «Wir brauches rasches und entschlossenes Handeln, um das syrische Volk zu schützen und den kontrollierten Übergang zu mehr Demokratie möglich zu machen», sagte Al-Arabi. «Wir brauchen schnell eine Resolution, in der alle Seiten, wirklich alle Seiten, zum Waffenstillstand und zu Verhandlungen für einen demokratischen Wandel aufgefordert werden.»

Gleichzeitig betonte Al-Arabi, dass die Arabische Liga gegen einen Einsatz fremder Truppen sei. «Wir lehnen jede ausländische Einmischung ab, besonders jede militärische Einmischung», sagte er. Auch Clinton lehnte einen Militäreinsatz ab. Syrien sei nicht Libyen, niemand wolle ein militärisches Eingreifen. Aber es müsse jetzt ein Lösung her.

Syrien lehnte umgehend jede Zusammenarbeit ab. «Syrien wird nie akzeptieren, dass seine Souveränität angetastet wird», sagte UN-Botschafter Baschar Dschaafari am Dienstag in New York. «Das syrische Volk war immer in der Lage, seine Probleme allein zu lösen. Es hat nie die Einmischung von außen gebraucht.»

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