Shirin Ebadi
Nasrin Sotudeh, die Menschenrechtsaktivistin und frühere Anwältin der Friedensnobelpreisträgerin Schirin Ebadi (Foto), ist im Iran zu einer elfjährigen Haftstrafe verurteilt worden.

Nasrin Sotudeh, die Menschenrechtsaktivistin und frühere Anwältin der Friedensnobelpreisträgerin Schirin Ebadi (Foto), ist im Iran zu einer elfjährigen Haftstrafe verurteilt worden.

dpa

Nasrin Sotudeh, die Menschenrechtsaktivistin und frühere Anwältin der Friedensnobelpreisträgerin Schirin Ebadi (Foto), ist im Iran zu einer elfjährigen Haftstrafe verurteilt worden.

Teheran/Berlin (dpa) - Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Lönig (FDP), hat die Verurteilung von zwei prominenten Menschenrechtlerinnen im Iran scharf verurteilt. Der FDP-Politiker bezeichnete die langjährigen Haftstrafen für Nasrin Sotudeh und Shiva Nazar Ahari als schweres Unrecht.

Die Urteile seien «die sichtbare Spitze eines seit Monaten zu beobachtenden systematischen Vorgehens gegen Menschenrechtsverteidiger in Iran», erklärte Lönig am Montag und forderte die sofortige Freilassung der Frauen.

Zuvor war bekanntgeworden, dass die frühere Anwältin der Friedensnobelpreisträgerin Schirin Ebadi, Nasrin Sotudeh, im Iran zu einer elfjährigen Haftstrafe verurteilt worden ist. Wie oppositionelle iranische Medien am Montag berichteten, wird ihr Propaganda gegen das islamische System vorgeworfen worden. Ihre einstige Mandantin, Ebadi, lebt seit 2009 im Exil. Sie hatte 2003 den Friedensnobelpreis für ihren Einsatz für Kinder- und Frauenrechte sowie politische Dissidenten erhalten.

Die iranische Journalistin Shiva Nazar Ahari wurde am Samstag von einem Berufungsgericht wegen staatsfeindlicher Aktivitäten zu vier Jahren Haft und 74 Peitschenhieben verurteilt. Ihr wird Verschwörung und Propaganda gegen das iranische Regime angelastet, zudem wirft ihr die iranische Justiz Verbindungen zur oppositionellen Volksmudschaheddin vor.

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