Schulministerin Sylvia Löhrmann hat derzeit ein Problem.

Sie ist neben Hannelore Kraft die zentrale Figur der Minderheitsregierung, mehr noch – sie hat sie zustande gebracht: Sylvia Löhrmann (54, Grüne) hat vor einem Jahr Kraft so vehement zu diesem Schritt gedrängt, dass die nicht mehr Nein sagen konnte. Sie hat einen exzellenten Draht zur Regierungschefin, die sich in fast allen Bereichen fest auf die Bündnispartnerin verlässt.

Die Lehrerin Löhrmann war prädestiniert für das Amt der Schulministerin und kam dort auch sehr gut an. Denn längst haben die Grünen die Meinungsführerschaft in den Konferenzzimmern der Schulen von der SPD übernommen. Ihr Ressort ist das zentrale für die Landespolitik, die Einführung der Gemeinschaftsschule Herzensangelegenheit für die Solingerin Löhrmann.

Doch ausgerechnet da unterlief ihr eine grobe Fehleinschätzung: Die Gemeinschaftsschule am Parlament vorbei als Modellschule gleichsam durch die Hintertüre einzuführen, ist nicht rechtens. Das attestierte ihr das Münsteraner Oberverwaltungsgericht. Das traf sie recht unvorbereitet. Umso größer nun ihr Engagement, die Scharte durch ein neues Schulgesetz auszuwetzen.

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